Seit zwei Jahren rollt die Bahn gen Heinsberg

Von: jwb
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Seit rund zwei Jahren rollt die Bahn wieder nach Heinsberg: Im Kreis-Ausschuss für Umwelt und Verkehr wurde jetzt ein Resümee präsentiert. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Die ,,Heinsberger Bahn“, auch als Wurmtalbahn bekannt, die reaktivierte Bahnverbindung in die Kreisstadt, ist seit rund zwei Jahren in Betrieb. Dies war Grund genug, um im Kreis-Ausschuss für Umwelt und Verkehr ein Resümee zu Fahrgastzahlen und Qualität zu präsentieren.

Für das Jahr 2014 liegt von Nahverkehr Rheinland / Deutsche Ban (NVR/DB) eine Datenanalyse der RB33a Heinsberg – Lindern vor: Demnach gibt es von montags bis freitags 712 Nutzer in Richtung ­Aachen und 918 Nutzer aus Richtung Aachen pro Werktag. Der Bahnhof Heinsberg hat erwartungsgemäß das höchste Fahrgastaufkommen: mit 417 Einsteigern und 583 Aussteigern pro Werktag. Das streckenbezogene Fahrgastaufkommen ist an Wochenenden auf einem ähnlich hohem Niveau.

Die DB gab zur Qualität bis zur 35. Kalenderwoche in diesem Jahr eine Pünktlichkeitsquote von 93,72 Prozent (2014: 92,96 ) und eine Zugausfallquote von 2,59 Prozent (2014: 1,60 ) an. Die DB stellte fest, dass das Flügelzugkonzept auf der RB33 recht stabil sei, es jedoch auch immer wieder zu Fahrten im Pendelverkehr auf dem Teilast nach Heinsberg komme. Da lägen die Ursachen zu 20 Prozent in der baulichen Infrastruktur, zu 30 Prozent bei Fahrzeugstörungen oder im Personaleinsatz und zu 50 Prozent aus von der DB nicht zu vertretenden Störungen, wie zum Beispiel Personen in den Gleisanlagen oder Ähnliches.

In einem Arbeitsgespräch aller Beteiligten wurde sich der qualitativen Mängel angenommen. Die Fahrgastzahlen auf dem Abschnitt Lindern – Heinsberg würden eine positive Entwicklung, hieß es. Dennoch würden Betriebsstörungen unabhängig von der jeweiligen Ursache zu verärgerten Fahrgästen und zu Negativkritik führen. Gerade im Störungsfall solle die Fahrgastinformation weiter verbessert werden, um die Attraktivität des SPNV-Angebotes zu verbessern und die Fahrgastnachfrage insbesondere auf dem Abschnitt Lindern – Heinsberg weiter zu steigern.

Verschiedene Ansätze sollen dazu umgesetzt werden: Verbesserung der Fahrgastinformation an den Verkehrsstationen Lindern – Heinsberg durch technischen Einsatz wie dynamische Anzeigen (wichtig insbesondere bei Störungen) sowie Verbesserung der Kommunikation Rurtalbahn / DB Regio / DB Station & Service mit dem Ziel einer verbesserten Fahrgastinformation.

Die DB Regio prüft, ob eine Verbesserung der Ansagen im Zug für ausländische Fahrgäste durch automatisierte Ansagen zur Trennung der Zugteile Richtung Heinsberg und Duisburg auch in englischer Sprache möglich ist. Auch prüfe die DB Region, ob bei abweichender Betriebsführung (wenn zum Beispiel ein Trennen in Lindern nicht möglich) eine automatisierte Ansage im Zug über alternative Fahrmöglichkeiten Richtung Heinsberg möglich ist.

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