Seit 40 Jahren Hilfe für ein sibirisches Heim

Von: hewi
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Wegberg-Beeck. Der Beecker Missionskreis besteht seit 40 Jahren. Die neun Damen, die sich jeden Montag ehrenamtlich im Pfarrheim treffen, um die Produkte für ihre Verkaufsausstellungen in Handarbeit herzustellen, sind im Dekanat Wegberg die letzten ihrer Art. Am Weltmissionstag hatten sie wieder zur jährlichen Ausstellung ins Beecker Pfarrheim eingeladen.

Gegründet wurde der Missionskreis vor 40 Jahren von Schwester Andrea vom Orden der Heiligen Elisabeth, die damals im Pfarrhaus wohnte. Zusammen mit drei Mitstreiterinnen rief sie den Missionskreis ins Leben.

Eine davon ist Christel Giermanns, die noch heute aktiv jeden Montag dabei ist, wenn sich die Frauen im Pfarrheim treffen. Seit rund 30 Jahren kommen die Erlöse ihrer Arbeit dem Kinderheim St. Nikolaus im sibirischen Nowosibirsk zugute, in dem die Ordensschwestern der Heiligen Elisabeth noch heute arbeiten.

„Es ist immer wieder schön, wenn wir die Briefe der Kinder bekommen, in denen sie uns für unsere Arbeit danken”, betont Giermanns. „Das zeigt uns jedesmal, dass die Arbeit Sinn macht.”

Das Sortiment der Ausstellung im Pfarrheim konnte sich sehen lassen. Neben den beliebten handgestrickten Socken und Puppen waren auch selbst gemachte Marmeladen, Apfel- und Walnussbrot, Handtücher, weihnachtliche Dekorationen und Hardanger-Stickerei sowie Filzsterne im Angebot. Darüber hinaus hatten die Damen wieder für eine Kaffee- und Kuchentafel gesorgt, die zum Verweilen im Pfarrheim einlud. Bei ihren Handarbeitsstunden müssen die Damen darauf achten, dass das reichhaltige Sortiment abgedeckt ist.

„Sehr gut kommen die Handpuppen an, die Löwen, Krokodile, Schafe oder auch kleine Kinder darstellen. Die sind schon bis Italien und nach Afrika gekommen”, erzählt Liselotte Dewies. Die Vorsitzende ist seit 28 Jahren dabei.

Es wird auch auf Bestellung und nicht nur für die jährlichen Ausstellungen gearbeitet. „Wir fertigen auf Anfrage zum Beispiel auch Socken in der Lieblingsfarbe an”, betont Dewies.

Obwohl neun Mitglieder nicht nach viel klingt, sind es so viele Helferinnen wie nie zuvor. „Wenn man bedenkt, dass man damals zu viert begonnen hat.” Trotzdem würden sich die Damen über Nachwuchs sehr freuen, „denn wir werden ja auch nicht jünger”, wie Giermanns betont. Bei den regelmäßigen Montagstreffen im Pfarrheim geht es nicht nur um die Arbeit, sondern auch um das gesellige Miteinander.

Im Laufe der Jahre seien sie zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengewachsen. Wer mitmachen oder den Missionskreis einmal besuchen will, ist herzlich eingeladen. Die Treffen finden montags von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Pfarrheim statt. Telefonische Auskunft erteilt Liselotte Dewies unter 02434/54 52.
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