Second-Hand-Laden „Knopfloch“ feiert zehnjähriges Bestehen

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Gut gemacht: Zum Abschlussbild der Modenschau präsentierten die Models alle weiße Outfits.

Kreis Heinsberg. Designerunikate präsentiert zu bekommen – davon leben die Modenschauen in den Modemetropolen der Welt. Dass dies auch in Erkelenz möglich ist, demonstrierte das Knopfloch, der Second-Hand-Laden der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen (KBS).

Die Einrichtung in Erkelenz befindet sich in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Heinsberg - dort wurde mit einer einstündigen Modenschau das zehnjährige Bestehen gefeiert. Den Models, unter ihnen auch viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Knopflochs, diente der Innenhof am Fundus als Kulisse. Sie schritten über einen roten Teppich, der als Laufsteg diente. Unter dem Schlagwort „Upcycling“ präsentierten sie Second-Hand-Kleidung, aus der durch kreative Ideen Unikate in einem neuen Design entstanden waren. Die Zuschauer waren begeistert von den modischen Stücken wie einer modisch Jacke aus alten Arbeitshosen in Patchwork sowie einem Jeansmantel, der aus vielen Jeanshosen im Patchworkstil entstand und dessen Futterstoff das Design von Schmetterlingen zeigte.

Bahnenröcke, an eine alte Jeanshose genäht oder mit einer Passe aus einem T-Shirt, waren weitere auffallende Stücke der Schau. Als letztes Bild präsentierten die Models weiße Outfits mit einem lebensbejahenden Spruch auf dem Rücken. Moderiert wurde die Schau von Uschi Skibba von den Möhneleut’ Erkelenz, die auch bei den Vorbereitungen geholfen hatten. Sie verwies immer wieder darauf, dass die Unikate zu erwerben sind.

Zwei Jahre habe man sich auf diesen Tag vorbereitet, erklärte Brigitte Hoevel-Haberland vom Knopfloch. Als kreativer Kopf zur Seite habe den Mitarbeiterinnen des Knopflochs Designerin Inge Klaus-Bergmann gestanden. Der Designerin dankte auch Hermann-Josef Ronkartz, Leiter der Abteilung Gefährdeten- und Behindertenhilfe beim Caritasverband. „Ich hätte es mir nicht träumen lassen, dass ich heute auf dem roten Teppich stehe“, sagte er. Im Jahr 2006 habe sich der Vorstand für einen Second-Hand-Laden in Erkelenz entschieden. Das ursprünglich auf ein Jahr befristetet Projekt habe sich rasant entwickelt.

Der ursprüngliche Standort in der Aachener Straße 45 sei schnell zu klein geworden – und man habe neue Räume am heutigen Standort in der Aachener Straße 17 bezogen. „Ein Jahr später gab es den Fundus“, so Ronkartz. Der Name „Knopfloch – Kleidung und mehr“ stehe für ein Bekleidungsgeschäft in bester Citylage, für 30 ehrenamtliche Mitarbeiter, die dort beschäftigt seien und sich engagieren würden. „Sie erfahren hier eine sinnvolle Tagesstruktur, die Stärkung des Selbstbewusstseins und das Gefühl, gebraucht zu werden“, betonte Ronkartz. Als Ehrenamtliche könnten sie bestimmen und mit gestalten. Ohne sie gebe es das Knopfloch nicht und auch nicht diese Modenschau. Dafür gebühre ihnen Dank.

Ebenso bedankte sich Ronkartz bei den Möhneleut’ für ihre tatkräftige Unterstützung. Das Knopfloch habe viele Väter und Mütter unter den Ehrenamtlern. „Doch jedes Kind braucht auch eine Hebamme“, so Ronkartz. Dies sei Brigitte Hoevel-Haberland als konstante Wegbegleiterin und Initiatorin des Projekts. Ihr und ihren hauptamtlichen Kolleginnen gelte ebenso Dank, so Ronkartz.

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