Sechs Greifvögel im Kreis erschossen oder vergiftet

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Toter Mäusebussard in der Geilenkirchener Wurmaue: Wolfgang Robertz (r.) und Jürgen Jansen vom Ordnungsamt der Stadt bergen den Kadaver. Unklar ist noch, ob er vergiftet worden ist. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Die Tötung geschützter Vögel im Kreis Heinsberg sorgt derzeit für Bestürzung und Verärgerung. In den letzten Tagen haben Spaziergänger und Ornithologen wieder drei schlimme Fälle von illegaler Greifvogelverfolgung aufgedeckt.

Bei Hückelhoven-Altmyhl fanden Spaziergänger am Sonntag zwei frisch verendete Mäusebussarde und informierten das Bonner Komitee gegen den Vogelmord, das die Vögel bei einem Tierarzt untersuchen ließ.

Röntgenaufnahmen brachten die Todesursache in Form von kleinen Bleikügelchen ans Licht. „Die Vögel wurden ohne Zweifel mit einer Schrotflinte abgeschossen. Ein Tier lag zudem in der Nähe eines Hochsitzes. Wir vermuten deshalb, dass die Täter im Kreis der Jägerschaft zu suchen sind”, so Komitee-Geschäftsführer Alexander Heyd. Der Vogelschützer kündigte an, Strafanzeige gegen Unbekannt zu erstatten.

Am Samstag informierten Zeugen den Naturschutzbund Heinsberg (NABU) über einen toten Mäusebussard, der im Bereich des sogenannten Hagelkreuzes bei Wegberg-Holtum lag. Auch hier gehen die Naturschützer von einem illegalen Abschuss aus.

Bereits in der letzten Woche stellten Polizisten bei Geilenkirchen-Hoven einen mutmaßlichen Giftköder sicher. Dabei handelte es sich um eine tote Taube, deren Brust gerupft, aufgeschlitzt und mit einem blauem Granulat bestreut worden war - laut Komitee gegen den Vogelmord eine gängige Methode, um Greifvögel zu vergiften.

Rund um den Fundort in der Nähe eines Feldweges waren dem Komitee Ende Januar von Spaziergängern drei tote Mäusebussarde gemeldet worden. Die Tiere zeigten eindeutige Anzeichen einer Vergiftung.
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