Schwere Vorwürfe in Richtung Landesregierung

Von: agsb
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Präsentierten sich beim Neujahrsempfang als eine starke Einheit: Der Vorstand des Gewerbeverbandes zusammen mit Bürgermeister Herbert Corsten (mit Amtskette), der sich über die sehr große Resonanz freute. Foto: agsb

Selfkant. Als vor Jahren die Idee zum gemeinsamen Neujahrsempfang des Bürgermeisters und Gewerbeverbandes Selfkant geboren wurde, kamen nur wenige Gäste zum offiziellen Empfang. Doch von Jahr zu Jahr stieg das Interesse, und beim Empfang 2015 standen die geladenen Gäste nunmehr dicht an dicht.

Bürgermeister Herbert Corsten freute sich über die sehr große Resonanz und begrüßte viele Gäste, unter anderem aus Wirtschaft und Politik. So gab es schon vorab lockere Gespräche untereinander. Der Bürgermeister will die Gemeinde Selfkant weiterhin nach vorne bringen, obwohl die Finanzlage keine rosigen Zeiten verspricht.

„Wo bleibt die Finanzaufsicht für die Landesregierung? Gerechtigkeit sieht doch anders aus. Derjenige, der die Aufgaben bestellt, muss auch für die Kosten einstehen“, erhob Corsten schwere Vorwürfe in Richtung Landesregierung. Und auch in Sachen Asyl- und Eingliederungspolitik fühlt sich Corsten im Stich gelassen.

„Wir erhalten vom Land eine Pauschaule, die nur 20 Prozent der Kosten deckt“, sagte Corsten, der neidisch zu anderen Bundesländern blickt, wo die Kommunen nicht belastet werden. „Wir haben bisher 50 Personen im Selfkant aufgenommen“, berichtete Corsten und dankte der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) – hier dem Pfarrverband Servatius – für großartige Unterstützung.

In Sachen Straßenbau teilte Corsten unter anderem mit, dass mit dem Ausbau der Bergstraße in Hillensberg schnellstens begonnen werde. „Bis zum Schützenfest im Juni 2016 sind die Arbeiten beendet“, sagte Corsten und machte damit den anwesenden Hillensbergern Hoffnung. Corsten freute sich zudem auf den 20. Juni 2015 – dann soll das Projekt Westzipfelpoint eingeweiht und mit einem großen Event eröffnet werden. Dazu sind auch Vertreter des Zipfelbundes eingeladen.

Corsten erhofft sich mit dem Westzipfelpoint einen touristischen Magneten, zumal auch die Gemeinde Echt-Susteren in diesem Bereich touristisch nachlegt hat und das eigene Radfahrnetz forciert.

Meilenstein für die Region

Auch Gewerbeverbandsvorsitzender Kunibert Latour sprach in diesem Zusammenhang von einem Meilenstein für die Region: „Millionen Touristen werden nicht kommen, aber es ist dennoch eine Belebung für den Selfkant.“ Zu der vereinzelt aufkommenden Kritik, der Westzipfelpoint sei reine Geldverschwendung, entgegnete Latour: „Wollen wir uns duschen ohne nass zu werden? Meckern ist immer einfach.“

Dann griff Latour vor den anwesenden 101 Mitgliedern ein weiteres Thema auf. „Wir haben im Selfkant rund 300 Gewerbetreibende, an die wir nicht herankommen“, ärgerte er sich und nahm den Gewerbeverband in die Pflicht, hier Überzeugungsarbeit zu leisten. Latour lobte die starke Einheit des Gewerbeverbandes, in Sachen Nahversorgung sei der Selfkant bestens aufgestellt.

Im Rückblick erwähnte der Vorsitzende die ersten Wohlfühltage in Heilder, die für beste Eigenwerbung sorgten. Für 2016 sei bereits die sechste Leistungsschau in Planung. Ebenso wurde das 30. Geburtstagsfest des Gewerbeverbandes 2016 angesprochen.

„Im Selfkant ist man stolz auf die familienfreundlichen Betriebe, machen Sie bitte weiter so“, motivierte der Vorsitzende die Mitgliedsbetriebe. Das Motto des Gewerbeverbandes „Selfkant – einmalig, zweisprachig, vielseitig – Stark in der Region“ machte Bürgermeister und die Ratsvertreter stolz.

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