Schwerbehindertenquote beim Kreis: Neun Prozent

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Kreis Heinsberg. „Das ist eine tolle Quote“, stellten Landrat Stephan Pusch und Personaldezernent Philipp Schneider fest, als es um die Ermittlung der Zahl der beschäftigten Schwerbehinderten ging.

Die alljährliche Aufforderung der Bundesagentur für Arbeit an alle privaten und öffentlichen Arbeitgeber mit mehr als 20 Beschäftigten, bis zum 31. März die Anzahl der schwerbehinderten Mitarbeiter mitzuteilen, verursacht in der Heinsberger Kreisverwaltung keine Sorgenfalten.

Während Betriebe, deren Quote unter fünf Prozent liegt, eine Ausgleichsabgabe fürchten müssen, kann die Kreisverwaltung nach einer aktuellen Erhebung vom 1. Februar auf eine Schwerbehinderten-Quote von rund neun Prozent verweisen. Nach Angaben der Kreispresse­stelle haben 90 Schwerbehinderte eine Beschäftigung bei der Kreisverwaltung.

„Es passt“

„Entscheidend für die Zusammenarbeit ist die Frage, ob Beschäftigter und Beschäftigung zusammenpassen. Das ist bei der Kreisverwaltung keine Frage, denn es passt“, erklärte Landrat Pusch. Arbeitsbereiche könnten angepasst, Aufgabenfelder maßgerecht auf den schwerbehinderten Beschäftigten zugeschnitten und ­Büros entsprechend ausgestattet werden, heißt es beim Kreis. „Uns liegt viel daran, schwerbehinderten Menschen mit einer Beschäftigung in der Kreisverwaltung eine wichtige Lebensaufgabe zu vermitteln“, betonte Personaldezernent Philipp Schneider, „das ist für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber eine gute Sache.“

Wie die Erfahrung zeige, seien bei der Aufgabenerfüllung in der Regel keine Leistungsunterschiede festzustellen, berichtete die Kreispressestelle. Und schließlich bringe die Beschäftigung Schwerbehinderter einen ideellen, aber auch finanziellen Mehrwert für den Betrieb, in diesem Fall die Behörde.

Der Kreis Heinsberg liege traditionell weit über der nach Paragraf 71 des Sozialgesetzbuches IX ­vorgeschriebenen Fünf-Prozent-Quote, stellte der Landrat fest. Das Kreishaus sei nachgewiesenermaßen behindertenfreundlich und habe bei der Aktion der Lokalen Teilhabekreise das ­Siegel für Barrierefreiheit erlangt. Und der Kreis Heinsberg sei auch als familienfreundlicher Arbeitgeber mit dem Qualitätssiegel der Bertelsmann-Stiftung ausgezeichnet worden. „Das zeigt, dass wir unserer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber voll und ganz gerecht werden. Das soll auch so bleiben“, so Pusch.

Schwerbehindertenvertretung

Bei der Zahl von 90 schwerbehinderten Beschäftigten ist die Wahl einer Schwerbehindertenvertretung ebenfalls Pflicht. Beim Kreis Heinsberg ist dies Anneliese Jansen, die sich als Sachwalterin der Belange der Schwerbehinderten im Kreishaus versteht. Sie zeigte sich sehr erfreut darüber, dass etwas mehr als 50 Prozent der schwerbehinderten Mitarbeiter Frauen seien.

Mit der vor einigen Jahren erfolgten Verpachtung der Kantine an die Firma Prospex habe die Kreisverwaltung ein weiteres starkes Zeichen für die Beschäftigung behinderter Menschen gesetzt, erklärte die Pressestelle des Kreises Heinsberg.

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