Schweinegrippe: Viele Kinder und Jugendliche fehlen in den Schulen

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Von einer steigenden Zahl erkrankter Menschen und einer steigenden Nachfrage nach Impfungen gegen die Schweinegrippe berichtete der Pressesprecher des Kreises Heinsberg, Ulrich Hollwitz, am Dienstag.

Die Zahl der nach Tests bestätigten Krankheitsfälle seit Auftreten der Neuen Influenza A (H1/N1) liege derzeit bei insgesamt 135, doch diese Zahl sei wenig aussagekräftig, da praktisch nicht mehr getestet werde, schränkte Hollwitz ein. Die Dunkelziffer liege nach Einschätzung des Kreisgesundheitsamtes möglicherweise beim zehnfachen Wert.

Vor allem bei Kindern und Jugendlichen sei seit Mitte vergangener Woche eine deutliche Zunahme von Erkrankungen festzustellen. Doch auch wenn viele Schüler fehlen: Einen weiteren Fall wie Erkelenz-Hetzerath, wo für die Grundschule die Schulpflicht aufgehoben worden war, gebe es bislang nicht. Der Kreissprecher wies darauf hin, dass weiter die Regel gelte: „Wer krank ist, bleibt zu Hause, bis er einen Tag fieberfrei ist.”

„Die Nachfrage nach Impfterminen steigt stetig”, so Hollwitz. Ursprünglich waren dem Kreis Heinsberg 8600 Impfdosen pro Woche in Aussicht gestellt worden. Doch Engpässe in der Produktion des Impfstoffs hätten dazu geführt, dass dem Kreis für die nächste Woche nur noch 4500 zugesagt worden seien; diese seien auch bestellt worden, so Hollwitz.

Diese Menge sei aber aktuell trotz der gestiegenen Nachfrage immer noch ausreichend, um Termine „zeitnah” vergeben zu können. Wer beispielsweise am Dienstagnachmittag beim Gesundheitsamt (02452/135311) angerufen habe, sei mit einem Termin in der kommenden Woche versorgt worden.

Zentral geimpft werde in der Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung in Geilenkirchen oder im Gesundheitsamt in Heinsberg oder Erkelenz. Grundsätzlich sei aber weiterhin der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Mittlerweile würden über 60 Prozent der Hausärzte im Kreis impfen, wobei es da aus organisatorischen Gründen schon einmal Terminengpässe geben könne.

Der Sprecher des Kreises betonte, dass weiter die Empfehlung gelte, sorgfältig auf Hygiene zu achten. „Und wer sich schützen will, sollte über eine Impfung nachdenken”, so Hollwitz.
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