Schulpsychologische Beratungsstelle soll aufgestockt werden

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Die Schulpsychologische Beratungsstelle des Kreises Heinsberg - bislang mit einer Landesbeamtin und einer Arbeitnehmerin des Kreises besetzt - soll personell aufgestockt werden.

Einstimmig hat der Schulausschuss in einem Empfehlungsbeschluss an den Kreisausschuss dafür votiert, ein entsprechendes Angebot des Landes Nordrhein-Westfalen anzunehmen. Demnach soll die Beratungsstelle ab August um eine zweite Landesstelle erweitert werden. Die Verwaltung soll beauftragt werden, die seit September 2007 bestehende Vereinbarung zwischen dem Land und dem Kreis zur schulpsychologischen Versorgung zu ergänzen sowie die räumliche Unterbringung der Beratungsstelle im Kreishaus und die Sekretariatsunterstützung durch vorhandenes Personal sicherzustellen.

Die Kreisverwaltung hatte die vom Land eröffnete Möglichkeit, einen weiteren Schulpsychologen zu erhalten, ausdrücklich begrüßt. Insbesondere weil dadurch das Zahlenverhältnis zwischen Schulpsychologen und Schülern deutlich verbessert werden könne. Dieses liege derzeit bei 1:19.750. Bei Schaffung einer dritten Stelle würde das Verhältnis dann 1:13.167 betragen.

Zu bedenken sei allerdings, dass der Kreis seit vielen Jahren drei Erziehungsberatungsstellen finanziere, die nach wie vor auch Aufgaben der Schulpsychologischen Beratungsstelle wahrnehmen würden, merkte die Kreisverwaltung in einer Antwort auf eine Anfrage von Bündnis 90/ Die Grünen an. Die Verwaltung erklärte, landesweit 1998 habe die Relation bei 1:10.832 gelegen. Als Zielwert strebe das Land eine Relation von 1:5000 an.

Bei der aktuellen Personalsituation seien mehrwöchige Wartezeiten für die Eltern mit ihren Kindern wegen der großen Nachfrage unvermeidbar, räumte die Verwaltung an. Durch eine Personalaufstockung könnten die Einzelfallhilfen und die Erledigung sonstiger Aufgaben (zum Beispiel Unterstützung von Schulen und Lehrkräften) intensiviert werden.

Von der Bezirksregierung war die zentrale Unterbringung der Beratungsstelle im Kreishaus unter Hinweis auf Vertraulichkeit, Datenschutz und Schwellenängste als problematisch bezeichnet worden. Die Verwaltung sprach sich trotzdem dafür aus, unter anderem weil die von der Bezirksregierung genannten Kriterien grundsätzlich für die gesamte Verwaltung, insbesondere Gesundheits- und Jugendamt, gelten würden. Es wurde darauf verwiesen, dass eine dezentrale Unterbringung eine Mehrbelastung für den Kreis-Haushalt darstellen würde. Zudem könnten personelle Synergien bei der Sekretariatsunterstützung nicht genutzt werden.
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