Kreis Heinsberg - Schulkonsens für GEW tragfähiger Kompromiss

Schulkonsens für GEW tragfähiger Kompromiss

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Treue belohnt: Langjährige Mi
Treue belohnt: Langjährige Mitglieder wurden bei der Versammlung vom GEW-Kreisverband Heinsberg ausgezeichnet. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. „Mitbestimmung auf Augenhöhe ist mit diesem neuen Gesetz eher möglich. Die Beschäftigten in Schule und Hochschule werden davon profitieren,” erklärte das Mitglied der Bundes-Tarifkommission der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ute Lorenz, bei der Mitgliederversammlung der Heinsberger Kreis-GEW im Hückelhovener Hotel am Park.

Erst vor wenigen Monaten wurden die Reform des Landespersonalvertretungsgesetzes (LPVG) und die Ausweitung der Mitbestimmungsrechte für Personalräte durch den Landtag verabschiedet. Die Interessen der Beschäftigten in Schulen und Hochschulen könnten wieder wirksamer wahrgenommen werden, so die Erwartung von Lorenz. Im Juni werden die neuen Personalräte im Bereich des Landes Nordrhein-Westfalen gewählt. GEW-Kreisvorsitzende Marlene Klotz begrüßte Ute Lorenz mit den Worten: „Nur mit einer starken Gewerkschaft können wir bei der diesjährigen Personalratswahl erfolgreich sein.”

„2011 war für die GEW erneut ein spannendes und ereignisreiches Jahr”, sagte Ute Lorenz. Wenn über Erfolge und Niederlagen gesprochen werde, dann seien damit LPVG sowie „L-ego” aufgerufen. „L-ego” steht für Länder-Entgeltordnung; es geht um die Bezahlung der angestellten Lehrkräfte. „Die Novellierung des Landespersonalvertretungsgesetzes war der gewerkschaftliche Erfolg 2011, der Ausgang der Auseinandersetzung zu L-ego war demgegenüber eine schmerzliche Niederlage.” Zur gewerkschaftliche Bewertung der Bildungspolitik auf Landesebene führte sie aus: „Wenn wir den sogenannten Schulkonsens als tragfähigen Kompromiss bezeichnen, wird eben deutlich, dass wir den politischen Erfolg der Landesregierung sehen und zugleich eindeutigere Schritte zum längeren gemeinsamen Lernen für sinnvoll und notwendig halten.” Das novellierte LPVG bezeichnete Lorenz als eine gute Grundlage für die Personalratswahl im Juni. Ergebnisse von Personalratswahlen seien immer auch eine Rückmeldung der Kolleginnen und Kollegen, wie sie die Arbeit der GEW bewerten würden.

Mitgliederzahl ausgebaut

Im Rechenschaftsbericht des GEW-Kreisvorstands hob Marlene Klotz hervor, dass die GEW im Kreis Heinsberg die Zahl der Mitglieder nicht nur gehalten, sondern ausgebaut habe. Vor drei Jahren waren etwa 370, heute sind über 400 Lehrkräfte im Kreis in der GEW organisiert. Die Zahl sei langsam, aber kontinuierlich gewachsen. Wichtig für die zukünftige GEW-Arbeit sei auf jeden Fall, junge Mitglieder zu gewinnen. Im vergangenen Jahr bot der GEW-Kreisverband zahlreiche Veranstaltungen an, die von den Mitgliedern gut angenommen worden seien. Besonders die Fortbildungen seien gut besucht gewesen: „Schwierige Schülerinnen und Schüler”, „Altersteilzeit”, „Lehrerräte” und „Bewerbung für Referendare” lauteten die Themen.

Der Heinsberger Hauptschul-Personalrat Klaus D. Lange erklärte bei der GEW-Versammlung: „Die gegenwärtige Veränderung der Schullandschaft im Kreis Heinsberg ist eine Chance für Lehrkräfte an den Real- und Hauptschulen nur dann, wenn sie als Betroffene einbezogen sind und mitgestalten können.” Etwa 400 Lehrer seien im Kreis Heinsberg aktuell davon betroffen. „Lehrkräfte, die sich an der Konzeptentwicklung engagiert haben, sollen auch die Möglichkeit haben, sich von der alten, aufzulösenden Schule an die neue Sekundarschule versetzen zu lassen”, forderte Lange. Die Startbedingungen der Schulen - von der Klassengröße bis zu Personalzuschlägen für die besonderen Anforderungen des Aufbaus - müssten bestmöglich gestaltet werden. „Außerdem sind verstärkte Angebote für Fortbildungen der Lehrkräfte nötig.”

Marlene Klotz, Ute Lorenz und Klaus D. Lange forderten gemeinsam die Landesregierung auf: „Für die GEW ist es selbstverständlich, dass bei den anstehenden schulorganisatorischen Veränderungen die auslaufenden Schulen nicht vergessen werden. Schülerinnen und Schüler haben ein Recht darauf, ihren Schulabschluss unter vernünftigen Bedingungen zu machen. Die Lehrkräfte haben ein Recht auf verlässliche Arbeitsbedingungen und dürften einen transparenten Umsetzungsprozess erwarten.”
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