Kreis Heinsberg - Schützenbruderschaften in Sorge

Schützenbruderschaften in Sorge

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Im Dialog: Die Abgeordneten der CDU sprachen mit den Vertretern der Schützenbruderschaften aus dem Kreis.

Kreis Heinsberg. Zahlreiche Schreiben und E-Mails haben den CDU-Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers und seine Landtagskollegen Bernd Krückel und Dr. Gerd Hachen in den letzten Wochen von den Bezirksverbänden sowie einzelnen Schützenbruderschaften aus dem Kreis Heinsberg erreicht.

Grund ist die Sorge, dass eine Verordnung über die Abnahme von Schießständen sowie Änderungen im Waffengesetz für die Vereine zu einem großen Problem werden könnten.

Vertreter aller sieben Schützen-Bezirksverbände im Kreis Heinsberg waren zu einem Gespräch mit den Wahlkreisabgeordneten des Bundestages und Landtages eingeladen worden.

Oellers machte zu Beginn des Gesprächs deutlich: „Wir möchten aus Ihren Schützenbruderschaften gerne wissen, wie sich die neue Verordnung und das geänderte Waffengesetz nach Ihren praktischen Erfahrungen auf den Schießsport vor Ort auswirkt.“

Demnach können seit Jahresbeginn nur noch öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige, die für das Fachgebiet „Sicherheit von nichtmilitärischen Schießständen“ ausgebildet sind, eine gutachterliche Prüfung der Schießstände durchführen.

Bislang war es für tätige Gutachter ausreichend, anerkannt zu sein. Sie mussten sich aber nicht zwangsläufig zu vereidigten Schießstandsachverständigen ausbilden lassen. Da nach den vorliegenden Informationen nur circa 20 vereidigte Prüfer in ganz Deutschland zugelassen sein sollen, droht ein Engpass, weil die bestehenden Schießanlagen für den Schießsport, aber auch die Anlagen für den Königsvogelschuss in regelmäßigen Abständen geprüft und abgenommen werden müssen.

Nach Ansicht der Vertreter der Bezirksverbände kann der Engpass zur Folge haben, dass Schießstände zeitweise stillgelegt werden müssen, da die anstehenden Prüfungen nicht zeitnah durchgeführt werden können.

„Dies hätte enorme Auswirkungen für unsere Schießabteilungen. Insbesondere bei unserer Nachwuchsförderung würde dies bedeuten, dass uns Jugendliche den Rücken kehren könnten“, erklärte der Gangelter Dekanatsbrudermeister Ludwig Kaprot.

Die CDU-Abgeordneten sicherten den Schützen ihre Hilfe zu. So kündigte Oellers an, sich in Berlin über mögliche Lösungsansätze beim Bundesinnenministerium informieren zu wollen.

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