Schützen: „Unstimmigkeiten sind Gift für jede Bruderschaft“

Von: agsb
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Schützenpräsident Herbert Jetten im Kreise seiner Vorstandsriege und Jubilare mit Schützenkönigin Janine Senden. Foto: agsb

Selfkant-Wehr. Lebhaft wurde diesmal bei der Generalversammlung der St.-Severinus-Schützenbruderschaft Wehr diskutiert. Dabei ging es um die Aufnahme von Damen in die Bruderschaft, das Aufbessern der Vereinskasse und Unstimmigkeiten in der Bruderschaft.

Präsident Herbert Jetten hatte zahlreiche Schützen im neuen Dorfzentrum begrüßt, das im vergangenen Jahr nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit feierlich eingeweiht worden war. Er erinnerte noch einmal an das große ehrenamtliche Engagement der Schützen, das den Bau erst möglich gemacht hatte. Seitdem gab es bereits viele Veranstaltungen, aber der Präsident hofft auf noch häufigere Nutzung der Räume. Dazu gab es viele Anregungen, wie es der Bevölkerung schmackhaft gemacht werden könnte, im Dorfzentrum zu feiern.

Jetten dankte in diesem Zusammenhang Hermann-Josef Offermanns, der, seit der Fertigstellung, als Hausmeister immer da ist, wenn irgendetwas anfällt.

Und dann ging der Präsident auf Unstimmigkeiten in der Bruderschaft ein: „Schützenleben lebt von der Kameradschaft“, sagte Jetten und forderte Toleranz und Rücksicht von den Schützen – auch untereinander. Er habe in letzter Zeit leichten Unmut im Verein bemerkt und fordere hier zu Gesprächen auf, so könnte so manche Sache im Keim erstickt werden. Oft würde die Stimmung auch durch fehlende Informationen hochkochen. „Unstimmigkeiten sind Gift für jede Bruderschaft, wir sind doch eine Gemeinschaft“, mahnte der Präsident in einer flammenden Rede.

Die Idee des Vorstands, sich der Damenwelt zu öffnen und Schützenschwestern aufzunehmen, war ebenfalls Thema der Generalversammlung. Zwar hat die Bruderschaft derzeit mit Janine Senden einen weiblichen Schützenkönig, ansonsten meldet die Bruderschaft aber keine Frauen. Janine Senden gehört dem Spielmannszug an, dieser wiederum der Schützenbruderschaft.

Aber nicht erst im Jahr 2016 hatten die Damen des Spielmannszuges der Männerwelt gezeigt, wie man den Holzvogel beim Vogelschuss herunterpurzeln lässt. Da aus der Versammlung heraus keine Einwände kamen, will der Vorstand bei diesem Thema am Ball bleiben.

Bürgermeister Herbert Corsten, der als Mitglied der Wehrer Schützen ebenfalls anwesend war, hatte eine Idee zur Aufbesserung der Vereinskasse. Der Bauhof der gemeinde Selfkant sucht nämlich einen Minijobber auf 450-Euro-Basis, der unter anderem bei der Friedhofspflege hilft. Die Arbeit könnte nach Absprache mit dem Bauhof auch an Samstagen getan werden.

Neun Schützen erklärten sich spontan zur ehrenamtlichen Arbeit bereit, so dass das Geld in die Vereinskasse fließen könnte. „Wann gearbeitet wird, ist egal, die Arbeit muss nur verrichtet werden“, sagte Bürgermeister Corsten.

Bernd Houben wird Stellvertreter

Bei den anstehenden Neuwahlen wurde Präsident Herbert Jetten wiedergewählt, Bernd Houben ist neuer stellvertretender Präsident.Er ist seit mehr als 25 Jahren im Vorstand der Schützen und löst Josef Dahlmanns ab.

Schriftführer und Geschäftsführer bleibt Jörg Eggert, Frank Stassen ist weiter erster Kassierer, sein Stellvertreter ist Joseph Offermanns. Schießwart ist René Jütten, Kommandant Josef Robertz. Als neue Beisitzer wurden Florian Dahlmanns und Helmut Schaffrath gewählt. Erster Fähnrich ist René Jütten, zweiter Fähnrich Frank Houben (nicht im Vorstand).

Jetten dankte Josef Dahlmanns für seine jahrzehntelange Arbeit im Vorstand.

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