Selfkant/Gangelt - Schülerzeitung „News Dog“: Sprachrohr für Schüler und Lehrer

Schülerzeitung „News Dog“: Sprachrohr für Schüler und Lehrer

Von: dawin
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Schulleiter Rehinhold Schlimm (r.), Stellvertreter Robert Roßmüller und Schülersprecherin Gina Küppers freuen sich zusammen mit den Redakteuren Tom Zaunbrecher (vorne l.), Justin Rongen (vorne r.) sowie Lukas Thiele, Kevin Wiesniewski und Rico-Carlos Kyrlan (v.l.) über den Start der Schülerzeitung „News Dog“. Foto: dawin
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„Chefredakteur“ Tom Zaunbrecher hofft, dass viele Vorschläge von den Mitschülern in die Ideen-Box eingeworfen werden.

Selfkant/Gangelt. Carlos, der mit üppiger Sonnenbrille verzierte Hund, ist neu an der Gesamtschule Gangelt-Selfkant. Carlos ist das Maskottchen der neuen Schülerzeitung und dient als Erkennungszeichen auf Seite eins. Bei der Erstausgabe allerdings war Carlos, die lustige Zeichenfigur, noch nicht am Start.

Mit dem zweiten Erscheinungstermin, der vom Schülerzeitungsteam „um Ostern“ ins Auge gefasst ist, ist das Maskottchen fortan fester Bestandteil.

Aller Anfang ist schwer, die Feinheiten müssen halt noch abgestimmt werden. Aber die Premiere ist gelungen und gibt der jungen Redaktion mit Tom Zaunbrecher, Rico-Carlos Kyrlan, Lukas Thiele, Kevin Wiesniewski und Justin Rongen – allesamt Schüler der 7er-Klassen – neuen Elan fürs weitere Schaffen.

Tom Zaunbrecher ist „Chefredakteur“ im fünfköpfigen Team. Das hat seinen Grund: Er ist der maßgebliche Initiator der Schülerzeitung, die sich in Anlehnung an Carlos bezeichnenderweise „News Dog“ nennt. „Zusammen mit Freunden habe ich vor rund zwei Jahren überlegt, was wir an und für die Schule tun können. Da kam uns die Idee mit der Schülerzeitung“, erzählt Tom Zaunbrecher.

Der Versuch damals, eine Zeitung auf die Beine zu stellen, scheiterte zunächst: „Es waren zu viele, die mitmachten. Es endete im Chaos.“ Schließlich befolgte man den Rat von Schulleiter Reinhold Schlimm, eine überschaubare Gruppe mit vier, fünf Schülern zu installieren. Nun hat man ein Team beisammen, das einerseits gut harmoniert und das andererseits mit unterschiedlichen Talenten besetzt ist. „Die einen schreiben, die anderen zeichnen oder machen Fotos“, erläutert Lukas Thiele.

Die Schülerzeitung soll, so das Ziel der Redaktion, die Mitschüler mit Fakten und Nachrichten aus der Schule informieren; aufgelockert wird das Schreibwerk durch Witze, Rätsel und Comics. Wie das aussieht, war denn auch schon in der locker gestalteten Erstausgabe zu bewundern.

Die zweite Nummer ist in Vorbereitung. Die Themen sind soweit klar. „Wir werden über die Mensa, unseren Ostereier-Wettbewerb und über anstehende Termine, nämlich die Klassenfahrt der 7er-Klassen und die Projektwoche, berichten“, verrät Justin Rongen schon mal vorab.

Manchmal liegen die Themen auf der Hand respektive in der Schule und man braucht nicht lange suchen, manchmal werden sie auch an die Redaktion herangetragen. Und so hoffen auch Tom Zaunbrecher und seine Mitstreiter, dass die Mitschüler emsig und ebenso engagiert Vorschläge machen. „Wir haben in der Aula eine Wunsch-Box aufgestellt, da können Ideen-Vorschläge eingeworfen werden“, bietet Tom Zaunbrecher um Mithilfe aus Schüler- und natürlich Lehrerschaft.

Gina Küppers, die Sprecherin der Schülervertretung an der Gesamtschule Gangelt-Selfkant, ist jedenfalls begeistert von der Schülerzeitung: „Ich bin froh, dass es sie nun gibt. Damit haben die 356 Schüler unserer Schule ein Sprachrohr. Und das sollten wir nutzen, indem wir Themen beisteuern.“

So sieht es auch Schulleiter Reinhold Schlimm. Er ist stolz auf seine Schüler, die nahezu in Eigeninitiative das Projekt auf den Weg gebracht haben. „Das ist eine gute Möglichkeit, Schule mitzugestalten. Wir sind hier schließlich eine Schule der Schüler. Diesem Gedanken wird mit der Zeitung einmal mehr Rechnung getragen.“ Es sei zu begrüßen, dass junge Menschen sich, sei es lobend oder kritisch, über den Schulbetrieb äußern.

Geplant, erarbeitet und geschrieben wird die Zeitung während der Pausen, sagt Tom Zaunbrecher. Redaktionell liegt die Zeitung in der Regie der fünf Schüler – allerdings wirft vor dem Druck stellvertretender Schulleiter und Deutschlehrer Robert Roßmüller noch mal einen letzten korrigierenden Blick auf die Texte. Handwerkliche Unterstützung erhält das Quintett von Lehrer Uwe Preuss. Schließlich wollen auch Textverarbeitung und Layouten am Computer zunächst einmal gelernt sein.

Beim zweiten Mal geht das Quintett schon mit wesentlich mehr Routine ans Werk. „Wieder sollen 150 Exemplare gedruckt und verkauft werden“, sagt Reinhold Schlimm. Der Erlös kommt einem guten Zweck zugute: als Spende für das Tierheim in Kirchhoven.

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