Erkelenz - Schüler rennen für die Straßenkinder

Schüler rennen für die Straßenkinder

Von: hewi
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Pfarrerin Anne Mischnick (links) und Maria Klinkenberg (rechts) von Misereor freuten sich über das Engagement der Schüler und ihrer Lehrer. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Im Juni waren wieder knapp 600 Schüler der Gemeinschaftshauptschule zur Spendenwanderung rund um Erkelenz aufgebrochen und hatten sich jeden erlaufenen Kilometer von Sponsoren bezahlen lassen. Die Geldgeber hatten sie zuvor in der Nachbarschaft und in der Familie rekrutiert. Schließlich ging es auch diesmal wieder darum, Geld unter anderem für ein Hilfsprojekt in Indien zu erlaufen.

Organisiert wurde der Benefiz-Marsch von den beiden Lehrern Josef Adams und Peter Essers, die auch den Eine-Welt-Laden in der Hauptschule betreiben, mit dessen Erlöse ebenfalls das Misereor-Projekt Butterfly im indischen Delhi unterstützt wird.

Das Projekt ermöglicht Straßenkindern eine schulische Ausbildung, denn „Bildung ist ein Weg aus der Armut”, wie Maria Klinkenberg von Misereor bei der Spendenübergabe in der Leonhardskapelle erklärte. Seit zwölf Jahren machen sich die Hauptschüler regelmäßig für den guten Zweck auf den Weg. Dabei haben sie bisher knapp 49.000 erwandert, wie Klinkenberg erklärte. Auch in diesem Jahr waren so wieder 6000 Euro zusammengekommen, von denen 5000 an Misereor und 1000 an die Seelsorge der Jugendstrafvollzugsanstalt in Heinsberg gingen.

Neben der Spende stand auch der sportliche Wettbewerb im Vordergrund, denn es ging auch darum, wer die meisten Kilometer zurücklegt und somit auch das meiste Spendengeld sammeln kann.

Als beste Einzelspender wurden ausgezeichnet: Jonathan Pätzold (Klasse 6a), Marius Bienefeld (Klasse 6b), Kevin Schnitzler (6d), Marvin Nilewski (ehemals Klasse 6b), Kevin Pelzer (7c), Fabienne Brückl (7d), Gerridt Gottschlich (Klasse 8a), Ricarda Picilli (Klasse 8b), Sabrina Gillespie (8c), Ricarda Jinani Klasse (8d), Donna Georgina Heinrichs (9a), Rudi Kleinen (Klasse 9b), Oleg Bauer Klasse (9c), Dana Hegger, Marcel Schneider und Marcel Reinhold (jeweils Klasse 10).

Bei den Klassen erreichte die 7b mit 625 Euro Platz drei, Klasse 9a mit 976 Euro Platz zwei und die 6b mit 1001 Euro den ersten Platz. Dafür gab es 50, 100 und 150 Euro für die Klassenkasse.

Die beiden Schülerinnen Isabelle Rissdorf und Donna Georgina Heinrichs präsentierten beeindruckende Zahlen zur Kinderarmut auf der Welt, mit denen sie ihren Mitschülern noch einmal vor Augen führten, wie sinnvoll das Engagement für die Altersgenossen in der Dritten Welt ist. Maria Klinkenberg bezeichnete das Engagement der Schüler als „cool”, denn Spenden zu sammeln sei „kein einfacher Job”. Durch den Einsatz der Schüler bekämen die Kinder in Delhi eine Stimme und könnten für ihre Rechte eintreten.

Von der Arbeit des Hilfsprojektes Butterfly wusste die Misereor-Mitarbeiterin viel Wissenswertes zu berichten. So bringen die Straßenkinder regelmäßig eine Zeitung heraus, haben ein Parlament gegründet, um auch interne Probleme besser zu lösen und sind neuerdings sogar einmal im Monat im Radio zu hören. All das würde auch mit dem Geld unterstützt, das die Schüler regelmäßig erwandern.

Für die Gefängnisseelsorge war Pfarrerin Anne Mischnick gekommen, die den Schülern auch von Herzen dankte und jedem der ausgezeichneten Spendenwanderer ein Halsband mit einer stilisierten Friedenstaube überreichte. Die Schulseelsorgerin war stellvertretend für ihren Kollegen Günter Pilger gekommen, der sich in Heinsberg um die jungen Strafgefangenen kümmert.
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