Schüler fordern bei Politikern ihr Recht ein

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Erkelenz. Seit 20 Jahren gibt es die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Deutschland hat die Konvention nur in Teilen anerkannt.

Schon lange fordert der Kinderschutzbund, die Rechte der Kinder in das Grundgesetz aufzunehmen. Aus diesem Anlass gehen der Kinderschutzbund Erkelenz, die Pestalozzischule und das Cornelius-Burgh-Gymnasium der Frage nach, ob Kinderrechte ins Grundgesetz gehören. Dafür haben sie sich zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion im Forum der Pestalozzischule entschieden, bei der sie die Frage mit Bundspolitikern der Union, der Grünen und der FDP sowie einer Vertreterin von Unicef erläutern wollen.

Die Leiterin der Pestalozzischule, Marianne Schardt, war sofort bereit, mitzumachen. Und auch ihre Schüler beteiligten sich aktiv an der Aufarbeitung des Themas, von dem viele zum ersten Mal gehört hatten. Fast 150 der insgesamt 180 Schüler ließen sich für eine Ausstellung porträtieren und versahen ihre Fotos mit ihren Gedanken und Vorstellungen. Dabei berichteten sie von Alltäglichem, sowohl positiv wie negativ. „Einige Beiträge haben große Betroffenheit ausgelöst”, so Schardt. Auch im Cornelius-Burgh beschäftigten sich die Schüler ausgiebig mit dem Thema. „Die Kinder kennen ihre Rechte meisten nicht”, bestätigte auch der Schulleiter Michael Auth. Daher war die Erkenntnis wichtig, dass das Thema sie selbst betrifft, waren sich die Pädagogen einig. Deshalb wird das Thema auch in vielen Klassen an beiden Schulen behandelt.

Michael Kutz vom Kinderschutzbund erklärte, dass die Veranstaltung einen aktuellen Beitrag zum Stand der Diskussion geben würde. Dafür sorgen vor allem die eingeladenen Diskussionsteilnehmer, allen voran die ehemalige schleswig-holsteinische Justizministerin und heutige Vorsitzende von Unicef, Anne Lütkes. Dazu die beiden Aachener Bundestagsabgeordneten Bettina Herlitzius (Grüne) und Petra Müller (FDP) sowie Leo Dautzenberg (CDU). Moderiert wird die Diskussionsrunde von drei Schülern. Die Elftklässler Pia Platzbecker, Elisabeth Hennig und Florian Kasper werden aber auch das Publikum aktiv in die Diskussion einbeziehen. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 19. November, um 19.30 Uhr im Forum der Pestalozzischule. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Diskussion besteht die Möglichkeit, sich die Ausstellung mit den Fotografien und Schülerarbeiten zu dem Thema zu besichtigen.
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