Kreis Heinsberg - Schritt für Schritt wieder in den Beruf einsteigen: Eine Broschüre hilft

Schritt für Schritt wieder in den Beruf einsteigen: Eine Broschüre hilft

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„Netzwerk W - Wiedereinstieg in den Beruf für Frauen im Kreis Heinsberg”: Susanne Knorr, Ina Bisani und Dr. Ulla Louis-Nouvertn (v.l.n.r.) stellten im Heinsberger Kreishaus die neue Broschüre vor. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Standen bisher vor allem Projekte für Existenzgründerinnen im Fokus der Frauenförderung im Kreis Heinsberg, bietet eine neue Broschüre jetzt auch denjenigen Frauen wertvolle Informationen, die nach ihrer Familienphase wieder eine abhängige Beschäftigung suchen.

Möglich gemacht hat sie das „Netzwerk W”, eine vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration geförderte Initiative.

Getragen wurde das Heinsberger Projekt von der LEG Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklung GmbH. Ihre Kooperationspartner waren die Anton-Heinen-Volkshochschule sowie die Stabsstelle Frauenförderung und Gleichstellung des Kreises Heinsberg.

Es sei wichtig, vor Ort die Kompetenzen für Rückkehrerinnen in den Beruf zu bündeln, betonte Cornelia Schlebusch, die als Landeskoordinatorin von „Netzwerk W” zur offiziellen Präsentation der Broschüre ins Heinsberger Kreishaus gekommen war.

Es sei auch in den vergangenen Jahren immer schon vernetzt gearbeitet worden, betonten Dr. Ulla Louis-Nouvertn für die VHS und die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Susanne Knorr. Jetzt allerdings würden alle notwendigen Informationen in Form einer umfassenden Broschüre jeder Interessentin zur Verfügung stehen.

Das 66 Seiten umfassende Werk im handlichen, quadratischen Format erläutert potenziellen Wiedereinsteigerinnen in den Beruf unter dem Stichwort „Standortbestimmung” zunächst, welche Schritte bis zum neuen Start notwendig sind und welche Fragen sie dabei für sich beantworten muss, etwa: „Welcher Beruf? Wohin mit den Kindern? Wie komme ich zum Arbeitsplatz? Welche Arbeitszeiten sind möglich?” In einem zweiten Teil informiert die Broschüre über Fördermöglichkeiten und über den Service der Agentur für Arbeit.

Darüber hinaus bietet sie eine Übersicht über insgesamt 24 Einrichtungen und ihre Angebote im Rahmen eines beruflichen Wiedereinstiegs. Abgerundet wird die Darstellung durch drei Porträts von Frauen, die wieder eingestiegen sind, und eine Reihe von Internet-Links.

Es sei wichtig, Frauen heute von der Notwendigkeit eines Wiedereinstiegs in den Beruf zu überzeugen, „allein schon, um im Alter entsprechend ausgerüstet zu sein”, betonte Ina Bisani von der LEG bei der Präsentation. Zugleich sei es aber auch wichtig, die Unternehmen zu überzeugen.

„Frauen mit knapp 40 sind heute attraktive Arbeitnehmerinnen im besten Sinne des Arbeitsmarktes, die noch 20 bis 25 Jahre vor sich haben”, betonte sie.

Unternehmen hätten derzeit Wiedereinsteigerinnen noch gar nicht im Blick, pflichtete ihr Schlebusch bei. Dabei würden Wiedereinsteigerinnen immer jünger durch die verbesserten Kinderbetreuungsmöglichkeiten, ergänzte Bisani.

Die Broschüre ist in einer Auflage von 1000 Exemplaren erschienen und ab sofort kostenlos erhältlich im Bürger-Service-Center des Kreishauses in Heinsberg sowie in den Rathäusern der Städte und Gemeinden.
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