Schlemmermeile mit Pankakis und Matata beim Afrikafest

Von: agsb
Letzte Aktualisierung:
hs-ruanda-bu2
Es muss nicht immer Currywurst und Pommes Frites sein: An den Ständen auf der Schlemmermeile des Afrikafestes in Oberbruch schmeckten auch exotische Spezialitäten den Besuchern ganz vorzüglich. Foto: agsb

Heinsberg-Oberbruch. Bei den Vorbereitungen zur Schlemmermeile auf dem Gelände der Realschule Oberbruch duftete es bereits bestens, afrikanische Musik mit leichtem Karibik-Ansatz hallte aus den Lautsprechern.

Das achte Afrikafest „Wir für Ruanda” (insgesamt blickt der Verein auf 15 Jahre Tätigkeit zurück) in Oberbruch unter der Schirmherrschaft von Jürgen Rüttgers lockte bereits am frühen Samstagnachmittag viele zum Schulhofgelände, am Abend und am Sonntag sollte der Besuch bestens sein.

Beim Blick in die aufgestellten Kochkessel musste Big Mama hier und da erklären, welche afrikanische Spezialitäten sie da vorbereitete. Afrikanische, asiatische und deutsche Speisen ließen so manches Herz höher schlagen. Probieren geht über studieren und so verzichteten viele auf die bekannten Pommes und Currywurst, kosteten unter anderen die afrikanische Kartoffel, Samoussas-Fleisch und Gemüse oder Pankakis, Matata - in Oberbruch schmeckte es auf der großen Schlemmermeile bestens, wobei am Abend sich dann doch wieder Pommes, Grillwurst oder Reibekuchen durchsetzten.

Durch das Programm führte mit Charme Jörg Böhme, er bat gleich am frühen Samstagnachmittag Dr. Bernd Bierbaum und einige Politiker auf eine der beiden Showbühnen. „Es bedarf vieler Kraft und manchmal muss man die Zähne zusammenbeißen, aber eigentlich war es eine sehr interessante und sehr aufregende Zeit an der man, weil es halt viele Schwierigkeiten gab, auch letztlich wächst”, so Bernd Bierbaum.

Und weiter: „15 Jahre Arbeit für Afrika waren nur möglich, weil 15 Jahre lang Freunde und die Menschen des Ortes Oberbruch, der Stadt und des Kreises Heinsberg mitgearbeitet haben. Ihnen gehört diese Anerkennung. Sie haben die Knochenarbeit gemacht und mich bestens unterstützt, ich war nie alleine und wir haben gemeinsam für andere Menschen gekämpft.”

Leo Dautzenberg, MdB, sah in der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Bierbaum eine verdiente Würdigung. Auch Heinz Franken, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Heinsberg, würdigte das Wirken von Dr. Bierbaum und dessen Mannschaft. Wolfgang Dieder, erster Beigeordneter der Stadt Heinsberg, blickte auf ein Poster im Eingangsbereich mit Zahlen und Fakten, die eine eindeutige Sprache sprechen.

1113 Tonnen Hilfsgüter verschickt in drei Großraumflugzeugen, rund 2000 Schüler unterstützt, viele Gebäude (auch Schulen) gebaut, ein Krankenhaus komplett renoviert, sechs Krankenhäuser mit medizinischem Gerät ausgestattet und fast zwei Millionen Euro Geldspenden gesammelt und, und, und - die Erfolgsliste in 15 Jahren ist sehr lang.

Im Schulgebäude lockte ein Trommelrhythmus und machte neugierig. „Trommeln für Afrika” hieß es im Workshop. Kwasi und Jo ließen die Hände wirbeln, wobei auch die Besucher selbst mitwirken konnten. Viele nahmen das Angebot an, wobei aber eines deutlich wurde: Den Afrikanern liegt der Rhythmus im Blut. Dies sah man bei den mitwirkenden Kindern. Obwohl sie beim Trommeln auf einem Stuhl saßen, war der ganze Körper in Bewegung. Nicht nur die Kinder hatten ihren Spaß beim Takabu-Rhythmus. In der Schulhalle machten ein Kunst- und Handwerkermarkt sowie Trödelmarkt neugierig.

Ob auf der Schlemmermeile oder an den Getränkeständen, viele Helfer machten mit und stellten sich in den Dienste der guten Sache.

Ein buntes Rahmenprogramm wurde an den beiden Wochenendtagen geboten. Livemusik von „age are”, „Rapido”, „Glenrock”, Jürgen Wellens, „beets „nberries”, Bigband Oberbruch, Trommlerkorps Eschweiler, Gospelchor Vie Nouvelle, „Strings und Voices”, „Soul 3000”, „Fatima” mit und ohne Trommel, Orientalische Tanzgruppe „Couscous”, Gruppe „Inanna” mit orientalischen Tänzen, „Petra y Carlos” und „Shaolin” - es war ein großes Fest mit einer großen Tombola als krönendem Abschluss.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert