Schlaraffenland für Spezialisten mit der Nadel

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Hückelhoven. Ein Geschäft abwickeln - selten passt diese Formulierung so gut, wie zum Geschehen auf dem 1. Stoff- und Tuchmarkt, der am Sonntag, 28. Februar, in Hückelhoven stattfinden wird.

Denn aufgewickelt auf rund 10.000 Ballen warten vom Breteuilplatz, vorbei am Rathaus bis hin zum Hartlepooler Platz, etliche Kilometer Stoff darauf, unter den geschickten Händen von Hobbyschneiderinnen, Dekorateuren oder anderen Nähbegeisterten in Kleidung oder textilen Raumschmuck umgestaltet zu werden. Wer gerne mit Nadel und Faden umgeht, findet an 70 Ständen eine kaum überschaubare Vielfalt von Stoffen und Zubehör.

Gleichgültig ob man Kinderkleidung oder ein exklusives Kostüm nähen, Polstermöbeln einen neuen Look verpassen oder die Fensterdekoration auf einen modischen Stand bringen möchte - der Stoffmarkt bietet die Gelegenheit dazu. Kleider-, Kinder-, Gardinen-, Möbel- oder Dekostoffe ebenso wie Samt und Seide oder Leinen gibt es zu bestaunen und zu kaufen. Auch Patchwork-Stoffe sind vertreten. Kurzwaren, Schnittmuster, Angebote für Nähkurse und Ähnliches runden das Angebot ab.

Manche Händler haben allein mehr als zehn Kilometer Stoff im Gepäck. Ein großer Kurzwarenhändler bietet neben tausenden von Knöpfen, hunderten Garnrollen und Kilometern von Borten und Bordüren auch noch die Auswahl unter mehr als 25.000 Reißverschlüssen. „Auch wer sich spontan vielleicht noch nicht zu den Stoffenthusiasten zählt, wird schnell von der besonderen Atmosphäre des Marktes gefangen genommen”, weiß Burkhard Lange von der Expo Concept GmbH zu berichten.

Das auf Messen und Ausstellungen spezialisierte Unternehmen aus Essen ist Kooperationspartner der Stadtmarketing Hückelhoven GmbH. „Die Stoffmärkte haben schon durch ihr äußeres Erscheinungsbild ein Flair, dass die Besucher schnell in ihren Bann zieht”, so Lange. Nicht nur die schier endlose Vielfalt von Mustern und Farben, sondern auch die ungewohnte Gestaltung einiger Stände trägt hierzu bei. Manche Stände sind so mit Stoffen verhüllt, dass man sich den Kontakt zu einem Verkäufer regelrecht „bahnen” muss.

Ist der Kontakt erst einmal hergestellt, wird man jedoch nett und zuvorkommend beraten - oft mit holländischem Zungenschlag. In vielen Städten haben sich die Stoffmärkte inzwischen schon einen festen Stammplatz im Terminkalender erobert. Und wenn in Hückelhoven ein ähnliches Interesse wie in vielen anderen Städten geweckt werden kann, wird der 28. Februar in diesem Jahr sicher nicht der letzte Auftritt des holländischen Stoffmarktes bleiben.

Ein kleines Schmankerl gibt es außerdem noch für die Liebhaber selbstgefertigten Schmuckes. Einige Spezialisten für Perlen und Schmucksteine halten hochwertige Einzelteile für die Fertigung individueller Geschmeide bereit und beraten bei deren Zusammenstellung. Natürlich ist auch die Kombination mit den Stoffen erlaubt und gewünscht. Alles in allem gilt: Nadel- und Fadenspezialisten werden sich wie im Schlaraffenland fühlen.
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