Schlagersänger Graham Bonney geht es besser

Von: gs
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Bei seinem Auftritt in Geilenkirchen: Schlagersänger Graham Bonney. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Visite in Zimmer 76 der Station B3 im Geilenkirchener St. Elisabeth Krankenhaus: Kardiologe Dr. Ulrich Sudhues hatte da am Montag um 10 Uhr ­einen bekannten Patienten zu begutachten: Schlagersänger Graham Bonney, der am Sonntag nach seinem Auftritt beim Seniorennachmittag der Stadt Geilenkirchen in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in der Garderobe kollabiert war.

Nach notärztlicher Behandlung war er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden. Dort blieb der 70-jährige Entertainer zur Beobachtung über Nacht. „Ich habe kaum ein Auge zugedrückt“, blickte er am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung zurück. Mehrmals habe das Personal nach ihm geschaut und die Werte kontrolliert. Besonders die Infusionen hätten beim Schlafen ein wenig gestört. An seiner Seite versuchte Ehefrau Iris zu schlafen. Für sie hatte das Krankenhaus ein Bett bereitgestellt.

Der in Kerpen lebende Künstler erzählte, dass er in Geilenkirchen seinen ersten Auftritt nach einer Operation am Hals wahrgenommen habe. Graham Bonney: „Ich wollte das machen, weil ich dachte, ich kann es machen.“ Im Nachhinein habe er das Problem erkannt: „Ich habe vorher zu wenig getrunken.“ Er wisse nun, dass er sein „Comeback“ nach der OP hätte ruhiger angehen sollen, aber: „Wenn ich auf der Bühne vor Publikum stehe, gebe ich alles.“ Die Menschen im Saal seien so gut drauf gewesen, da habe es ihn einfach gepackt.

Ehefrau Iris war anfangs begeistert gewesen von dem Elan ihres Mannes. „Ich habe mich mit ihm gefreut, dass er wieder so viel Power hatte.“ Ihr Mann habe in den Tagen zuvor geprobt und geprobt, um für den ersten Auftritt wieder fit zu sein. Doch dann sei ihm schlecht geworden – und eine halbe Stunde später habe er im Krankenhaus gelegen. „Ich war aber ein wenig enttäuscht, denn bin nicht mit Tütatüta ins Krankenhaus gebracht worden“, scherzte er im Krankenbett.

Überschwänglich bedankte sich Graham Bonney bei Rettungsdienst, Krankenhauspersonal und den Ärzten, die ihn umsorgt hätten. Besonders dankte er auch Roswitha Beckers und Gort Houben vom Kulturamt, die ihm abends noch Zahnbürste und Zahnpasta ins Krankenhaus gebracht hätten. „Das hatten wir nicht dabei, man kann ja nicht ahnen, das so was passiert“, sagte Ehefrau Iris.

Am Nachmittag wurde der Schlagerstar aus dem Krankenhaus entlassen. Er fuhr zurück nach Kerpen. Dort stand für Montagabend die Benefizveranstaltung „Kerpen in Not“ an, die er selber mit organisiert hat. „Ich werde da nicht singen können“, sagte er etwas traurig. Sein Geilenkirchener Publikum hat er derart ins Herz geschlossen, dass er versprach: „Ich komme zurück und gebe die Zugabe.“

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