Schlägt für den Bahnhof die letzte Stunde?

Von: kl
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Augenscheinlich ist die Zeit f
Augenscheinlich ist die Zeit für den Erkelenzer Bahnhof abgelaufen. Die große Wanduhr wurde bereits demontiert. Foto: Koenigs

Erkelenz. Für den Erkelenzer Bahnhof ist offensichtlich die Zeit abgelaufen. Eindrucksvolles Zeichen für diese Feststellung ist die von der Gebäudewand entfernte große Uhr. Statt ihrer blicken Bahnkunden und Bürger nun auf eine runde, braune Stelle in der weißen Fassade.

Nicht nur symbolisch ist das ein weiterer Schritt hin zum Ende des Bahnhofs, der in der Terminologie der deutschen Bahn ohnehin nicht mehr ein Bahnhof ist, sondern nur noch eine Haltepunkt.

Insofern ist auch das Bahnhofsgebäude überflüssig. Über mehrere Wochen wurde es nach jahrelangem Dahindümpeln und Zuständigkeitsgeschacher über die bahneigene Immobilienabteilung im Internet angeboten. Dann war das Angebot aus dem Katalog verschwunden.

Die Frage an die Immobilienabteilung, ob das Gebäude verkauft worden sei, konnte nicht endgültig beantwortet werden. Allerdings, so die Auskunft, spräche einiges dafür, dass es wegen des Bahnhofgebäudes in Erkelenz Verkaufsgespräche gäbe. Aber niemand würde vor Abschluss einen notariellen Kaufvertrags in Bahnkreisen offiziell von einem Verkauf sprechen. Inzwischen soll allerdings der Notartermin gewesen sein.

Für den tatsächlichen Verkauf sprechen allerdings Indizien: etwa das Beenden von Mietverträgen in den Einrichtungen der Bahn, beispielsweise von Garagen.

Ob das Bahnhofsgebäude bleibt, ob es abgerissen, saniert oder etwa aufgestockt und seitlich angebaut wird, ist noch offen. Unter anderem geistern Gerüchte über ein mögliches Hotel oder über Gewerberäume mit Gastronomie durch Erkelenz.

Wie dem auch sei - was sich schon vor Jahren angedeutet hatte, als auf der Bahnhofsseite der durchaus ansprechende Zugang zu den Gleisen geschaffen wurde, wird jetzt bestätigt: Der Hauptzugang wird nicht mehr am Konrad-Adenauer-Platz, sondern an der Neußer Straße sein.
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