Wassenberg - „Schatzsucher” bietet trauernden Kindern und Jugendlichen Hilfe

„Schatzsucher” bietet trauernden Kindern und Jugendlichen Hilfe

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Pfarrer Titus Reinmuth, Björn
Pfarrer Titus Reinmuth, Björn Clahsen, Gabriele Craß, Georg Hensges und Susanne Hoeren (v. l.) bei der Spendenübergabe für das Projekt „Schatzsucher”.

Wassenberg. „Wir freuen uns über die Spende. Das ist schon was.” Sichtlich begeistert zeigte sich der evangelische Pfarrer Titus Reinmuth, Vorsitzender des ambulanten Hospizdienstes Regenbogen.

Denn Georg Hensges, Vorsitzender des Gewerbevereins Wassenberg, und seine Stellvertreterin Gabriele Craß, Leiterin der Caritas-Pflegestation Wassenberg, überreichten ihm einen Scheck in Höhe von 1300 Euro für das Projekt „Schatzsucher”, ein Hilfsangebot für trauernde Kinder und Jugendliche, in Trägerschaft des Hospizdienstes und des Vereins „Leben(s)wert”.

Damit sprach Pfarrer Titus Reinmuth das aus, was auch Susanne Hoeren, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes und Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche, und Björn Clahsen, Mitglied bei „Leben(s)wert” und unter anderem ehrenamtlicher Trauerbegleiter für Kinder und Jugendliche, empfanden.

Das Projekt „Schatzsucher” habe man gemeinsam mit dem Verein „Leben(s)wert” e.V. im Spätsommer 2010 ins Leben gerufen, so Reinmuth. „Da es nichts für Kinder, wo ein Elternteil schwer krank ist und in absehbarer Zeit versterben wird oder ein Elternteil bereits verstorben ist, gab”, erklärte er. Von Beginn sei man auf Spenden angewiesen gewesen, um das Projekt zu finanzieren.

„Die Trauerbegleitung der Kinder funktioniert aausschließlich auf Spendenbasis”, unterstrich Titus Reinmuth. Im Jahr 2011 hätten die „Schatzsucher” 12 000 Euro gebraucht, um die Angebote aufrecht zu erhalten. Angeboten werden insgesamt drei Trauergruppen, eine für Kinder im Alter von vier bis neun Jahren und zwei für Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren. Jede Gruppe mit maximal zehn Teilnehmern trifft sich alle 14 Tage.

Hinzu kommen Einzelbetreuungen sowie Begleitungen in Krisensituationen. „Insgesamt gibt es 30 bis 40 Kinder, die wir betreuen”, so Björn Clahsen.

In den zweistündigen Treffen hätten die Kinder und Jugendlichen Zeit und einen geschützten Raum, sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen, über ihre Trauer, Wut und Aggression zu reden. „Sie treffen hier auf Gleichgesinnte”, betont Susanne Hoeren.

Neben der Begleitung der Kinder und Jugendlichen vermitteln die „Schatzsucher” Hilfsangebote, schulen Erzieher, Lehrer oder Eltern im Umgang mit Verlusten und Trauer bei ihren Schützlingen und begleiten Eltern von trauernden Kindern in einer Gruppe oder im Einzelgespräch.

Die Erprobungsphase des Projektes sei nun vorbei, so Reinmuth:„Es gibt den Bedarf.”

Und weiter: „Jetzt müssen wir für stabile Bahnen sorgen”, womit er das Finanzielle meinte. Um so mehr freute er sich, dass Georg Hensges versprach, auch im nächsten Jahr wieder Geld für die „Schatzsucher” zu sammeln.

Mittlerweile Tradition ist es, dass der Gewerbeverein auf dem Weihnachtsmarkt Schulkinder im Sinne „Kinder helfen Kindern” Spendengelder sammeln lässt. Anders als in den Jahren zuvor einigte sich diesmal der Vorstand darauf, mit dem gespendeten Geldern sowie dem Erlös von gebrauchten Spielsachen am Verkaufsstand auf dem Weihnachtsmarkt und aus dem Losverkauf die „Schatzsucher” zu unterstützen.
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