Schacht 3: Kommt ein Baumarkt?

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven. Das Stahlgerüst an Schacht 3 ist zum Wahrzeichen der alten Kohlestadt geworden - aber das Gelände drumherum ist, sagen wir, unschön. Das soll sich ändern, und das kann sich jetzt auch ändern.

Die Bezirksregierung Köln hat nämlich die Umwandlung der Fläche an Schacht 3 im Regionalplan von Gewerbe- und Industrieansiedlungsbereich in Allgemeinen Siedlungsbereich eingeleitet. „Natürlich ist das ganz in unserem Sinne”, sagt Dr. Achim Ortmanns, Technischer Beigeordneter der Stadt. Denn: „Jetzt können wir das Gebiet dort weiterentwickeln, bisher waren uns die Hände gebunden.”

Was man dabei von vornherein ausgeschlossen hat, war eine neuerliche industrielle Nutzung des Sophia-Jacoba-Geländes. Dr. Ortmanns: „Stark emittierendes Gewerbe kam von vornherein nicht infrage.” Und auch eine „Erweiterung” der Parkhofstraße schließt der Technische Beigeordnete aus: „Wir wollen auf dem Gelände eine nicht störende gewerbliche Nutzung, die nicht innenstadtrelevant ist”, sagt Ortmanns und bekräftigt damit das, was seit langem Konsens im politischen Raum ist.

Aber was soll auf dem weitläufigen Gelände angesiedelt werden? Und: Gibt es bereits Gespräche mit möglichen Investoren? „Ja, es haben bereits potenzielle Investoren angefragt”, sagt Ortmanns. In welche Richtung fährt der Zug? „Im Augenblick geht es in Richtung Baumarkt”, sagt Dr. Ortmanns. Vorstellbar und sogar erwünscht sei aber auch eine Nutzung, die eine Tendenz zu Freizeit- und Kulturangeboten hat.

Wir lange wird es dauern, bis die Bagger anrollen können? „Die Behördenbeteiligung beim Verfahren zur Änderung des Regionalplanes endet am 8. Januar 2010. Dann müssen wir einen Flächennutzungsplan und danach einen Bebauungsplan aufstellen”, sagt Ortmanns. Dabei werden auch die Nachbarkommunen zu den geplanten Ansiedlungen gehört werden. Dr. Ortmanns: „Das dauert. Ich rechne damit, dass wir Ende 2010, spätestens Anfang 2011 loslegen können.”
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