Saxid: Erfolgsgeschichte in nur kurzer Zeit

Von: Rainer Herwartz
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Heinsberg-Oberbruch. Erfolg weckt Begehrlichkeiten; dies trifft auch auf den Automobilzulieferer Saxid mit Sitz im Industriepark Oberbruch zu.

Das erst im Jahr 2006 gegründete Unternehmen, das sich mit der Entwicklung und Produktion von Bremsbelägen befasst, hat in kurzer Zeit eine solche Erfolgsgeschichte hingelegt, dass nun Federal Mogul, einer der führenden globalen Zulieferer von Antriebs- und Sicherheitstechnologien, der Heinsberger Firma ein Angebot unterbreitete, das diese schwerlich ablehnen konnte. Obwohl die Geschäftsführer Eckhard Steeger und Wilfried Schnell, die mit einem stillen Teilhaber bislang die Gesellschaftsanteile hielten, keine Zahlen zum Verkauf des Unternehmens verlauten lassen, ist ihnen das zufriedene Strahlen anzumerken.

Dass Saxid durch die Qualität seiner Produkte mittlerweile Premium-Unternehmen wie BMW, Continental Tevis oder Bosch zu seinen Kunden zählt, blieb auch den Managern von Federal Mogul nicht verborgen. „Wir gelten als Innovationsstandort”, sagt Steeger stolz. „Wir haben hier die modernsten Technologien, die auch in die anderen Standorte von Federal Mogul implementiert werden sollen.”

Alle Fertigungs- und Geschäftsaktivitäten der Saxid GmbH & Co. KG werden in den weltweiten Bremsenbereich von Federal Mogul eingegliedert. Das hochmoderne Produktionswerk im Indus-triepark wird Federal Mogul beim weltweiten „Roll-out” neuer Generationen besonders umweltfreundlicher Bremsbeläge unterstützen.

„Mit dem Kauf von Saxid erweitern wir unsere Fertigungskapazitäten in Europa und unterstützen das weitere globale Wachstum in unserem Bremsengeschäft”, sagt Frank Münchow, verantwortlich für das weltweite Engineering und die Entwicklung im Geschäftsbereich „Vehicle Safety and Protection” bei Federal Mogul. Dank des hohen Fertigungs-Know-hows und des modernen, automatisierten Produktionswerkes können wir den Betrieb problemlos in unser weltweites Netzwerk einbinden.”

„Mit unserer Fertigungskompetenz sind wir eine gute Ergänzung für Federal Mogul”, bestätigen Steeger und Schnell. „Wir werden unsere Kunden auch unter der neuen Eigentümerschaft weiterhin mit hochwertigen Saxid-Bremsbelägen für Pkw versorgen und für künftige Entwicklungen die räumliche Nähe zum Technikzentrum von Federal Mogul in Bad Camberg in Hessen nutzen.”

Auch Frank Münchow ist überzeugt, dass dies die Einführung von innovativen Reibmaterialien erleichtert: „Wir entwickeln kundenspezifische Lösungen für optimale Bremsleistungen, die genau auf die jeweilige Anwendung zugeschnitten sind. Gemeinsam mit Saxid und unseren Kunden werden wir den Einsatz neuer Reibmaterialien vorantreiben, mit denen die Umwelt durch weniger Verschleißpartikel aus Kupfer und Eisenoxid entlastet wird - lange bevor entsprechende gesetzliche Regelungen greifen.” Die Hersteller könnten so Sicherheit, Leistungsfähigkeit und das Umweltprofil ihrer Fahrzeuge verbessern.

Steeger und Schnell, die ihre Posten als Geschäftsführer des neuen Tochterunternehmens von Federal Mogul behalten werden, beschäftigten bislang 27 Mitarbeiter. Rund zwei Millionen Bremsbeläge im Jahr verließen das Werk in Oberbruch. Aber es geht noch weiter aufwärts: „Der Standort soll ausgebaut werden”, erklärt Steeger. Gedacht sei an einen Drei-Schicht-Betrieb - was natürlich auf weitere Einstellungen hoffen lässt.

Federal Mogul beschäftigt 45.000 Mitarbeiter

In Europa unterhält Federal Mogul Produktionsstätten für Bremsbeläge an Standorten in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Spanien und Tschechien.

Die Corporation ist mit einem Jahresumsatz von 6,2 Milliarden US-Dollar in 2010 unter anderem ein führender globaler Zulieferer von Antriebs- und Sicherheitstechnologien für die Bereiche Kfz/Nfz-Industrie, Aerospace, Marine, Schiene und Offroad, in Industrie, Landwirtschaft und Energieerzeugung.

Federal Mogul wurde 1899 im amerikanischen Detroit gegründet. Mit seinem Hauptsitz in Southfield im bundesstaat Michigan beschäftigt das Unternehmen in 35 Ländern rund 45.000 Mitarbeiter - davon über 6000 an zehn deutschen Standorten.

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