Satte Beats und spektakuläre Brettartistik

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
weg-jugendtag-fo
Auf dem Jugendtag der Stadt Wegberg hatten auch die Skater ihren großen Auftritt. Foto: Koenigs

Wegberg. Zu wummernden Beats und bei gutem Wetter waren sie gekommen, um Rollbrettartistik und außergewöhnliche Tricks zu erleben und ihren Spaß zu haben. Rund 130 Jugendliche hatte es zur Wegberger Skateanlage gezogen, um beim Skatecontest im Rahmen des Jugendtages dabei zu sein.

Dabei hätte das Wetter den Veranstaltern wieder beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Im vorigen Jahr musste der Skatecontest schon wegen anhaltenden Regens ausfallen. Diesmal traf es „nur” die Fußballer, die mittags aufgrund des Regens nicht an den Start gehen konnten. „Als wir anfangen wollten, stand die Skateanlage vollständig unter Wasser”, erklärte Manfred Vits, der gemeinsam mit seinem Kollegen Ulrich Lambertz für die Stadtverwaltung an der Planung und Durchführung des Events teilnimmt.

Gemeinsam mit einem achtköpfigen Team Jugendlicher bringen sie nicht nur die Jugendlichen Wegbergs in Bewegung. Das Wasser bekamen sie schnell in den Griff, denn kurzerhand machten sich einige der Wegberger Besucher auf den Weg, um von zu Hause Besen zu besorgen, mit denen man gemeinsam den Wassermassen zu Leibe rückte. Und so konnte gegen 15 Uhr dann doch gestartet werden.

In zwei Altersklassen traten die Skater an, um die vierköpfige Jury mit ihren Tricks zu überzeugen. In der Altersklasse bis 15 Jahre hatten sich 26 Teilnehmer gemeldet, in der Altersklasse ab 16 waren es 18. Der älteste Skater, der sein Können unter Beweis stellen wollte, war 23.

Auch hier war eine deutliche Steigerung zu vermerken, denn vor zwei Jahren hatten sich noch insgesamt 25 Teilnehmer gemeldet, Tendenz also steigend. Gemeldet hatten sich in diesem Jahr ausschließlich männliche Teilnehmer. Drei Minuten gaben Dominik Jureschko, Max Miethe, Christian Fuchs und Dominik Bohnenkamp von der Jury jedem Teilnehmer, um zu beweisen, dass sie ihre Bretter im Griff hatten.

Dabei mussten keine vorgeschriebenen Figuren gezeigt werden. „Pflichtnummern gibt es bei uns nicht”, erklärte Jureschko zwischen zwei Moderationen. „Jeder kann sich seine eigene Nummer zusammenstellen und zeigen.” Die Teilnehmer stammten aus Wegberg und den umliegenden Städten. Denn der Skatecontest hat sich in der Szene etabliert.

„Die Skater sind ein Teil der Wegberger Jugendszene”, erklärte Ulrich Lambertz. Probleme habe es mit dieser Gruppe bisher noch nicht gegeben. „Ich habe die Skater bisher als sehr vernünftige Menschen erlebt”, so Lambertz. Probleme auf der Anlage gibt es höchstens, wenn nach Partys die Hinterlassenschaften der Feiernden liegen bleiben. Beim Contest blieb es auch friedlich und vor allem unfallfrei.

„Verletzungen hat es bisher noch nicht gegeben”, betonte Lambertz. Angesichts der waghalsigen Vorführungen mochte das den Betrachter verwundern, zeigt aber auch, dass die Skater ihre Rollbretter im Griff haben und wissen, was sie sich zutrauen können. Am Ende siegte in der jüngeren Altersklasse Frederic Mehrenheim vor Robin Lummert und Lukas Dresen. Bei den Älteren setzte sich Christian Michalowski gegen Martin Schiff durch.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert