Sardinendose mit absolut tödlichem Inhalt gefunden

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Heinsberg. Eine im Juli in einem Feldgehölz bei Laffeld gefundene Dose mit Ölsardinen wurde mit Gift präpariert. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes (CVUA) Münster, das seit Freitag vorliegt.

„Der Gehalt von Aldicarb und Strychnin in diesem Köder ist so hoch, dass Wirbeltiere, die auch nur kleine Mengen davon fressen, verenden”, so ein Zitat aus dem Gutachten.

Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, haben Mitarbeiter die offene Dose am 9. Juli bei einer Kontrolle des Feldgehölzes entdeckt. „Die Dose stand direkt neben dem Eingang eines Fuchsbaus.”, so Komiteemitglied Robert Meuffels. Wegen Verdacht auf Gift wurde die Dose nach Rücksprache mit der Kriminalpolizei Heinsberg an das CVUA geschickt, wo es aufgrund eines „Probenstaus” erst jetzt analysiert werden konnte. Im Labor wurde ein Gehalt von 1104,68 Milligramm pro Kilogramm an Aldicarb sowie 89,48k mg/kg an Strychnin nachgewiesen. Bei Aldicarb handelt es sich um ein hochgiftiges Insektizid, dessen Besitz, Anwendung und Verkauf in der Europäischen Union verboten sind. Strychnin ist ein Alkaloid, das früher als Rattengift verwendet wurde.

Das Komitee geht davon aus, dass der Giftköder ausgelegt wurde, um gezielt die in dem Feldgehölz lebende Fuchsfamilie zu töten. Der Verband hat inzwischen Strafanzeige erstattet. Da der Fundort der Sardinendose nur etwa 200 Meter vom Laffelder Ortsrand entfernt liegt, bitten die Naturschützer alle Hunde- und Katzenhalter in Laffeld, ihre Tiere bis auf weiteres an der Leine bzw. im Haus zu halten und auf verdächtige Köder zu achten.

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