„Salad Days“: Zwischen Traum und Wirklichkeit

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Ohne Titel: Werk der Künstlerin ­Simone Haack (Öl auf Nessel).

Kreis Heinsberg. Beim Kunstverein Region Heinsberg in Unterbruch (Horster Hof) steht die nächste Ausstellung an: Unter dem Titel „Salad Days“ werden Malerei und Zeichnungen von Simone Haack gezeigt. Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 29. Juni, 11.30 Uhr, wird die Künstlerin in Unterbruch (Horster Hof) erwartet.

Diese Ausstellung läuft bis zum 20. Juli und ist jeweils sonntags von 11 bis 17 Uhr und samstags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung zu besichtigen.

Simone Haack wurde 1978 in Rotenburg (Wümme) geboren. Von 1997 bis 2003 studierte sie an der Hochschule für Künste in Bremen mit dem Abschluss als Meisterschülerin 2004. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und Bremen.

Der Betrachter ist irritiert, wenn er das erste Mal mit den Bildern der Malerin Simone Haack konfrontiert wird. Das Unheimliche und Bedrohliche wird durch ungewöhnliche Lichtverhältnisse in einer perfekt meisterlichen Malweise inszeniert. Monochromfarbener Hintergrund, auf dem Lichtreflexe tanzen, oder scheinbar harmlose Naturdarstellungen als Staffage unterstreichen die Disharmonie.

Simone Haack setzt die punktuelle Beleuchtung in ihren Bildern konträr zu den Sehgewohnheiten ein. Die fast weißen Lichtreflexe an ungewohnter Stelle verändern die Physiognomie der Porträtierten und lassen sie beängstigend und alptraumartig fremd erscheinen.

In ihren Bildern schwingen die Stimmungen zwischen Traum und Wirklichkeit, Gut und Böse und der Erkenntnis, dass diese Polaritäten die Realität mitbestimmen. Die Ambivalenz erfährt durch eine perfekte Darstellung und nuancierte Farbigkeit, die stellenweise durch ungewöhnliche Farbmodulation durchbrochen wird, ihre Steigerung.

Simone Haack erklärte dazu: „Dem Unheimlichen gebe ich genauso viel Raum wie auch dem Absurden, der Ironie und dem Humor, denn mir ist eine Ambivalenz im Bildausdruck und in der Lesbarkeit wichtig. Grauen und Unheil bieten sich an. Sie zeigen sich nie direkt, sondern in Ahnung.“

Auch in den überaus differenzierten Zeichnungen spielt Simone Haack mit diesen irritierenden Lichtverhältnissen, die noch durch die Variationen der Grautöne bis zum Schwarz gesteigert werden.

In den Bleistiftzeichnungen, mit den bewusst gesetzten sichtbaren Linienführungen, entsteht eine ebenso geheimnisvolle Atmosphäre wie in der Malerei.

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