Kreis Heinsberg - Saison der VHS-Meisterkonzerte abgeschlossen

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Saison der VHS-Meisterkonzerte abgeschlossen

Von: ulla
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Kreis Heinsberg. Beim siebten Meisterkonzert der Saison begrüßte die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg zum Abschluss der Konzertreihe 2010/2011 die Thüringen Philharmonie Gotha in der Erkelenzer Stadthalle am Franziskanerplatz.

Und mit Werken von Schubert, Saint-Saens und Mendelssohn Bartholdy wurden die treuen Abonnenten wie gewohnt mit einem musikalischen Hochgenuss belohnt.

Das traditionsreiche Orchester, dessen Wurzeln bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts reichen, glänzte mit seinen fast 50 Mitwirkenden mit ebenso harmonischem wie furiosem Zusammenspiel und einem außergewöhnlichen Pianisten, Klaus Sticken.

Der Abend begann mit Franz Schuberts (1797-1828) Ouvertüre zu „Die Zauberharfe”, der ein verschollenes Ritterstück zugrunde liegt und die der Komponist mehrfach aus anderen Werken ergänzt hat. Vielleicht lässt sich am treffendsten der musikalische Gehalt mit seinen manchmal melodramatischen und romantischen Elementen mit einem Teil des Titels beschreiben, nämlich dem von dieser Musik ausgehenden „Zauber”. Es folgte das Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll von Camille Saint-­Saens (1835-1921), das dieser seinerzeit innerhalb von 17 Tagen für seinen russischen Kollegen Anton Rubinstein komponiert hatte. Das Werk fasziniert durch seinen Formenreichtum und die Virtuosität des Klavierparts, die manchmal an die Grenzen des Möglichen zu gehen scheint. Trotzdem gab es insbesondere bei den dialogischen Teilen zwischen Klavier und Orchester eine eindrucksvolle Geschlossenheit, die nie zugunsten einer denkbaren solistischen Überlegenheit aufgegeben wurde. Und zu verdanken war diese überzeugende Gesamtleistung zwischen dem Orchester und dem Solisten eben den außergewöhnlichen Qualitäten des Pianisten Klaus Sticken. Hier fielen in eins eine hohe technische Meisterschaft, eine einfühlsame und nur dem Werk dienliche Interpretation und eine stete Wachheit für die Gesamtwirkung eines bedeutsamen Werkes der Klavierliteratur.

Das Konzert ging zu Ende mit der Sinfonie N3. 3 a-Moll (der so genannten „Schottischen”) von Felix Mendelssohn Bartholy (1809-1847), die über einen Zeitraum von 13 Jahren entstanden ist und deren erste Eindrücke der Komponist auf einer Reise nach Schottland gewonnen hat. So nimmt es nicht wunder, dass in dieser Musik viel Atmosphärisches und auch Volksliedhaftes zu hören ist (was allerdings nichts mit dem Musikantenstadl zu tun hat). Rhythmik, Lyrik und Dramatik gehen eine harmonische Einheit ein. Die oft zu hörende „Schottische” er-klang allerdings selten in einer so vollendeten Weise wie in der Erkelenzer Stadthalle.

Dies ist sicher auch ein Verdienst des Dirigenten Stefanos Tsialis, der sein Orchester nicht nur immer (was man auch wörtlich verstehen kann) in der Hand hatte, sondern der es auch über die Dauer des gesamten Konzertes zu immer neuen Höchstleistungen an spornte.

Das Publikum bedanke sich mit herzlichem und reichlichem Beifall für einen wunderschönen Konzertabend - und freute sich sicher schon auf die nächste Saison der Meisterkonzerte der Volkshochschule.
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