Rund eine Million Gäste im Nationalpark De Meinweg

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Wassenberg/Wegberg. Zu einem Gesprächstermin mit Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Nabu NRW, trafen sich Dr. Ruth Seidl, Landtagsabgeordnete der Grünen aus Wassenberg und Eleonore Zimmermann, Ratsfrau der Grünen aus Wegberg, im Haus Wildenrath.

Hintergrund dafür war das deutsch-niederländische Tourismusprojekt „Nationalparkregion De Meinweg”, an dem im Kreis Heinsberg die Städte Wassenberg und Wegberg und in den Niederlanden die Gemeinde Roermond beteiligt sind.

Finanziert wird das Projekt durch Mittel der EU im Rahmen des Förderprogramms Interreg IV und soll nach seiner Genehmigung Mitte des Jahres bis 2013 umgesetzt werden. Auf niederländischer Seite ist das Gebiet bereits als Nationalpark ausgewiesen, in Deutschland gelten allerdings strengere Kriterien für die Einrichtung eines Nationalparks. So sollen beispielsweise die Flächen in öffentlichem Besitz sein und zu mindestens 50 Prozent dauerhaft vom Menschen nicht mehr bewirtschaftet werden.

Mit der Idee einer Nationalparkregion könnten an den niederländischen Nationalpark angrenzende deutsche Flächen im öffentlichen Besitz zunächst besser entwickelt werden und so langfristig eine grenzüberschreitende Einheit entstehen.

Bisher erfreut sich die niederländische Seite bereits regen Zulaufs von Touristen. Geschätzt werden etwa eine Million Besucher jährlich. Dazu erklärt Dr. Ruth Seidl: „Der nachhaltige Tourismus darf sich nicht einseitig auf die niederländische Seite beschränken.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn ein gemeinsam aufeinander abgestimmtes grenzüberschreitendes Konzept mit Wander- und Radwegen, Ruhezonen, kulturhistorischen Angeboten, entsprechenden Besucherinformationen und einer zielgerichteten Besucherlenkung erarbeitet würde. Sinnvoll wäre, wenn hierbei auch Ideen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtmarketing Berücksichtigung fänden.” Ziel müsse es sein, das identitätsstiftende Projekt des Nationalparks auch überregional bekannt zu machen.

„Sowohl die Stadt Wassenberg als Ort im Grünen mit ihrem historischen Burgfried als auch die Stadt Wegberg mit ihrem reichen Angebot an historischen Wassermühlen stelle ich mir als traditionsreiche Eingangstore ins Meinweggebiet vor.”

Seiner großen Vision von einem grenzüberschreitenden Nationalpark ist Josef Tumbrinck mit diesem deutsch-niederländischen Projekt schon ein bedeutendes Stück näher gekommen: „Wir können jetzt die schon vorhandenen Schutzgebietsflächen viel besser entwickeln und hoffentlich den öffentlichen Besitz in den nächsten Jahren ausweiten. Dies wäre nicht nur ein großer Schritt für den Naturschutz in Deutschland, sondern auch ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Tourismusentwicklung im Kreis Heinsberg.”
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