Kreis Heinsberg - Rübenbauern: Freude, aber aber auch Sorge

Rübenbauern: Freude, aber aber auch Sorge

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Die Freude über die zu erwartenden hohen Erträge geht nach Darstellung des Verbandes bei Anbauern einher mit der Sorge um auskömmliche Rübenpreise. Foto: dpa

Kreis Heinsberg. Zum Start der Rübenkampagne im Rheinland hat der Rheinische Rübenbauer-Verband erklärt, gleich zu Beginn der neuen Zeitrechnung im Zuckerrübenanbau ohne Zuckerquoten und Rübenmindestpreis stehe der rheinischen Zuckerwirtschaft eine große Herausforderung ins Haus.

Der Anbau wurde gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent ausgedehnt. Außerdem würden die rheinischen Anbauer eine gute Rübenernte von rund 80 Tonnen je Hektar, vielleicht bei günstigem Witterungsverlauf sogar etwas darüber hinaus erwartet. Das bedeute eine deutlich größere Menge an Zuckerrüben, die es in den Zuckerfabriken zu verarbeiten gelte. Schon jetzt sei davon auszugehen, dass trotz des pünktlichen Kampagnebeginns die diesjährige Rübenkampagne bis circa 20. Januar gehen werde.

Die Freude über die zu erwartenden hohen Erträge geht laut Verband bei den Anbauern einher mit der Sorge um auskömmliche Rübenpreise. Schließlich gebe es den Mindestpreis für die vertragliche Rübenliefermenge nicht mehr und die Preissignale, die derzeit vom Weltmarkt aus nach Europa gesendet würden, seien eher ernüchternd. Auf dem europäischen Markt stelle sich die Situation aber noch günstiger dar, so Bernhard Conzen aus Gangelt, Vorsitzender des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes.

Er geht davon aus, dass die Zuckerrübe auch in 2017/18 eine tragende Säule des Betriebseinkommens aus dem Ackerbau sein werde. Zugleich warnte er vor längerfristig ungünstigen Marktsituationen. Der Zuckerrübenanbau sei lediglich eines von mehreren Fruchtfolgegliedern. Der Anbau sei nur dann längerfristig gesichert, wenn die Anbauer auskömmliche Preise erzielen würden.

Ihren eigenen Beitrag zum Erfolg der Zuckerwirtschaft würden die Rübenanbauer durch einen ertragsstarken und umweltfreundlichen Anbau leisten. Der Ertragstrend in der rheinischen Anbauregion sei beeindruckend. Um 2,5 Prozent seien die Rübenerträge im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre jährlich angestiegen, so Conzen. Dies stärke die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Für die gerade begonnene Kampagne unterstrich der Verbandsvorsitzende noch einmal die große Bedeutung des Mietenschutzes durch Vliesabdeckung. Ohne diese wäre eine Kampagnelänge bis weit in den Januar nicht verantwortbar. Vlies sei im Rheinland aber in ausreichendem Maße vorhanden, man sei vorbereitet.

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