„Rucksack Kita“: Verständigung und Vielfalt

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Nergis Bitim-Öztürk überreichte die Urkunden an die Elternbegleiterin Cemile Özdal (links) und die Mütter der Rucksackgruppe des Städtischen Familienzentrums „Traumland“ in Hückelhoven.

Kreis Heinsberg. Der Abschluss des diesjährigen Rucksackprojektes wurde mit einem bunten Programm gefeiert und gewürdigt. Beim Sprachförder- und Elternbildungsprogramm „Rucksack Kita“ handelt es sich um ein Konzept, das sich an Familien mit einem Migrationshintergrund richtet und die Mehrsprachigkeit der Kinder fördern soll, um ihnen eine soziale Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Gleichzeitig können Eltern in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt und gefördert werden. Das Städtische Familienzentrum „Traumland“ in Hückelhoven stellte für das Abschlussfest seine Räume für die mittlerweile sieben Rucksackgruppen im Kreis Heinsberg zur Verfügung.

Im Stadtgebiet Hückelhoven sind dies das Städtische Familienzentrum „Traumland“, die AWO-Kindertagesstätten Im Rhin und Ratheim sowie der Städtische Kindergarten „Villa Regenbogen“ in Hilfarth. In Geilenkirchen sind dies das AWO-Familienzentrum Stadtmitte und die AWO-Kindertagesstätte Jahn-straße. In Erkelenz ist dies das Städtische Familienzentrum Westpromenade.

Zu Beginn wurden alle Anwesenden von der Leiterin des Städtischen Familienzentrums Traumland, Marion Rick, begrüßt. Insgesamt 55 Kinder mit ihren Müttern und Vätern, unter anderem aus der Türkei, Marokko, Bulgarien, Sri Lanka, Russland, Italien und Spanien, sowie die engagierten Elternbegleiterinnen der Rucksackgruppen gestalteten ein buntes Nachmittagsprogramm. Zudem stellten die Mütter ein vielfältiges ländertypisches Buffet zusammen.

Um den kontinuierlichen Einsatz der Mütter und Elternbegleiterinnen wertzuschätzen, erhielten diese eine offizielle Urkunde, die von den jeweiligen Einrichtungsträgern Stadt Hückelhoven, Stadt Erkelenz und dem AWO-Kreisverband Heinsberg sowie dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Heinsberg ausgestellt wurde. Die Kinder bekamen als Geschenk einen bunten Rucksack mit Inhalt.

Ralf Schwarzenberg, Leiter des Jugendamtes der Stadt Hückelhoven, Peter Wiese (Jugendamt Hückelhoven), Claus Bürgers, Leiter des Amtes für Kinder, Jugend, Familie und Soziales der Stadt Erkelenz, Katja Himstedt, Fachberatung für Sprachbildung beim AWO-Kreisverband Heinsberg, sowie Bernd Laprell, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Heinsberg, bedankten sich herzlich bei den Kindern und ihren Müttern, den Elternbegleiterinnen und Mitarbeitern der Kindertagesstätten und Familienzentren sowie dem Organisationsteam vom Traumland für die gelungene Feier.

Die Koordinatorinnen des Rucksackprojektes sind Nergis Bitim-Öztürk, Mitarbeiterin des Familienzentrums „Traumland“, sowie Michaela Feiter vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Heinsberg.

Mit dem Programm „Rucksack Kita“ ist schon vor vielen Jahren ein Ansatz der kombinierten Elternbildung und Sprachförderung entwickelt worden. Im Zentrum des Projektes liegt die Verbesserung des Sprachverständnisses in der Herkunftssprache und in der deutschen Sprache, um die Sprachfähigkeit bei Eltern und Kindern zu verbessern. In den Gruppenstunden mit den Müttern wird gleichzeitig die Erziehungskompetenz gestärkt und der Austausch sowie die Vernetzung der Eltern in und mit der Kindertageseinrichtung gefördert.

Als Experten für die Erziehung ihrer Kinder sind die Eltern die Ansprechpersonen für den Erwerb der Muttersprache. Dafür treffen sich die Mütter in dem neunmonatigen Programm wöchentlich, um die Arbeitsschritte zu machen, die sie Zuhause in der Familie wiederholen. Angeleitet und beraten werden die Familien von ausgebildeten zweisprachigen Elternbegleiterinnen. Als Unterstützung für Zuhause liegen Elternmaterialien mit Anregungen in der jeweiligen Muttersprache vor. Themen sind zum Beispiel Kleidung, Familie, Körper, Tiere. Die Förderung der deutschen Sprache erfolgt parallel zu der Arbeit mit den Eltern in der Kindertagesstätte.

Dabei koordinieren die Kindertageseinrichtung und die Elterngruppe ihre Arbeit.

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