Richtfest am neuen Medizin-Zentrum Heinsberg

Von: Rainer Herwartz
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Zimmerermeister Martin Knoben (rechts) besiegelte seinen traditionellen Richtspruch mit einem klaren Schnäpschen, bevor er das Glas zu Boden schleuderte. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Der alte Spruch „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg” hat sich am Medizin-Zentrum in Heinsberg wieder einmal bestätigt. Hier traf nämlich eine gute, tragfähige Idee auf einen zunächst nicht tragfähigen Boden.

Will sagen: Der vielfach gelobte konzeptionelle Ansatz des Millionen-Projekts, bei dem auf Basis einer engen räumlichen Verbindung von Krankenhaus und Medizin-Zentrum ein Netzwerk von sich gegenseitig unterstützenden ärztlichen und anderen medizinischen Dienstleistern entstehen soll, traf auf ein schwaches bauliches Fundament.

Dass Bürgermeister Wolfgang Dieder dennoch am Donnerstag mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Ärzteschaft nach knapp einjähriger Bauzeit am Rohbau an der Liecker Straße Richtfest feiern konnte, lag wohl nicht zuletzt am Architekten Gerd Goebgens und an Statiker Josef Speis sowie den Bauunternehmungen Speis und Lenz.

Einige Verzögerungen

„Aufgrund der nicht ausreichenden Tragfähigkeit des Bodens im Bereich der Baustelle lastet das Fundamentrost des Gebäudes auf insgesamt 57 Bohrpfählen mit einer Länge von fünf bis acht Metern”, erläuterte der Bürgermeister. Wegen der Frost- und Schneeperiode zum Jahreswechsel sei das Einbringen dieser Pfahlgründung mit einigen Verzögerungen verbunden gewesen. „Zudem musste jedes einzelne Pfahlloch durch eine Probebohrung vom Kampfmittelbeseitigungsdienst auf im Boden verbliebene Sprengmittel untersucht werden.”

Eine Herausforderung

Die ganze Baulogistik sei eine Herausforderung für alle Beteiligten gewesen, so Dieder. „So stand schon bei der Baustelleneinrichtung wegen der dreiseitigen Grenzbebauung des Grundstücks zu den Bürgersteigen hin nur eine sehr kleine Fläche für die Aufstellung der Kräne und der Baubuden, für die Materiallagerung und für die Beschickung der Baustelle zur Verfügung.”

Dafür, dass dies alles bestens gelungen sei, bedankte sich Dieder herzlich. Gelohnt habe es sich allemal, denn „das Medizin-Zentrum am Krankenhaus ist ein großer Wurf”. Dies habe schon der frühere Bürgermeister Josef Offergeld bei der Präsentation des Projektes im Oktober letzten Jahres richtig erkannt.

„Auch städtebaulich empfinde ich das neue Medizin-Zentrum-Heinsberg als innerstädtische Bereicherung. Das gilt vor allem für den konzeptionellen Ansatz dieser Einrichtung.” Durch die 15 Mieter, die er zum Richtfest willkommen hieß, würden medizinische Leistungen unterschiedlichster Art „zum Wohle der Patientinnen und Patienten an einer Stelle konzentriert”.

Das bedeute kurze Wege, schnelle Behandlungsmöglichkeiten und eine umfassende medizinische Betreuung. „Ich hoffe auch weiterhin auf einen schnellen Baufortschritt, damit das Gebäude im Spätsommer nächsten Jahres seiner Bestimmung übergeben werden kann.” Der traditionelle Richtspruch von Zimmerermeister Martin Knoben sollte dabei helfen.
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