Kreis Heinsberg - Rettungsdienst Thema beim DRK: „Der Kreis könnte intelligent ausschreiben”

WirHier Freisteller

Rettungsdienst Thema beim DRK: „Der Kreis könnte intelligent ausschreiben”

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Die von der Kreisverwaltung favorisierte Kommunalisierung des Rettungsdienstes ist auch Thema bei der Kreisversammlung des Deutschen Roten Kreuzes in Erkelenz gewesen.

Vorsitzender Dr. Michael Vondenhoff erklärte, der DRK-Vorstand habe zunächst einmal enttäuscht, erbost und entrüstet reagiert. Schließlich sei das DRK davon ausgegangen, sich im kommenden Jahr erneut um den Rettungsdienst im Kreis bewerben zu können.

Justiziar Hermann Neikes erinnerte daran, dass das Rote Kreuz 2006 nach 30 Jahren den Rettungsdienstauftrag im Kreis Heinsberg an Johanniter und Malteser verloren habe. Seit vergangenem Jahr sei das DRK mit sogenannten Übungsfahrten wieder am Rettungsdienst beteiligt. Der Rettungsdienst sei vom DRK erfunden worden, erklärte Neikes.

Werde dem Deutschen Roten Kreuz die Möglichkeit zur Teilnahme genommen, habe dies Auswirkungen auf die ganze Organisation. „Unser Selbstverständnis wird tangiert”, betonte er. Der Schutz der Bevölkerung basiere auf einer engen Verzahnung von Ehrenamtlern und Hauptamtlern. Die rund 1,8 Millionen ehrenamtlichen Helfer von Hilfsorganisationen, Feuerwehr und THW bildeten das Rückgrat des Systems. Daher dürfe der Rettungsdienst nicht isoliert betrachtet werden.

Bei einer Kommunalisierung wäre das DRK vom Rettungsdienst abgeschnitten, so Neikes. Die Kommunalisierung würde bedeuten, dass der Rettungsdienst als kreiseigener Betrieb organisiert werde. Dies sei ins Spiel gebracht worden, um eine europaweite Ausschreibung zu verhindern, bei der der billigste Anbieter den Zuschlag erhalten würde. Dieses Problem könne der Kreis aber in den Griff bekommen, indem er intelligent ausschreibe, wie Neikes betonte.

So könne der Kreis bei der Ausschreibung vorschreiben, dass auch der Katastrophenschutz mit berücksichtigt werden müsse. Da private Anbieter eine solche Verknüpfung nicht leisten könnten, würden sie bei einer Ausschreibung herausfallen. Denkbar sei zudem, so hieß es, die Rettungsdienstverträge zunächst einmal um ein Jahr zu verlängern.

Kreisgeschäftsführer Wilfried Mercks betonte in seinem Bericht, bei mehr als 220 Einsätzen seien rund 28.000 Stunden Dienst für die Gesellschaft geleistet worden. Die Organisation der Hilfe unterliege einem ständigen Wandel; so habe die zweite Einsatzeinheit abgemeldet werden müssen. Doch auch Positives gab es zu berichten. Beispielsweise konnten bei der Altkleidersammlung rund 58 Tonnen gesammelt werden.

Auch die teilweise Rückkehr in den Rettungsdienst wertete Mercks als Erfolg. Bei den Blutspenden wartete er mit eindrucksvollen Zahlen auf: Bei 110 Terminen wurden 10 378 Blutspenden entgegengenommen. Auch beim Fahrdienst für Behinderte verwies er auf stetig steigende Zahlen. Rückläufig war hingegen die Zahl der Fördermitglieder, die von knapp 12.500 im Jahr 2008 auf 11838 im Jahr 2009 gesunken ist.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert