Erkelenz - Reise in das Erkelenz der Vorkriegszeit

Reise in das Erkelenz der Vorkriegszeit

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Der 71-jährige Hotelier Walther Licht sammelt seit Jahren historische Aufnahmen von Erkelenz. Foto: Koenigs

Erkelenz. Wenn man heute durch die Innenstadt spaziert, kann man sich kaum noch vorstellen, wie Erkelenz „einmal” ausgesehen hat. „Einmal”, das ist die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Zu viel ist während des Krieges durch Bomben zerstört worden.

Wer sich jedoch einen Einblick in das „alte Erkelenz” verschaffen möchte, sollte Walther Licht besuchen. Der 71-jährige Hotelier sammelt seit einigen Jahren historische Aufnahmen der Stadt.

Die Sammelleidenschaft packte ihn, als er vor einigen Jahren zufällig ein paar alte Fotos in die Hände bekam, auf denen Straßenzüge in ihrer ursprünglichen Form abgebildet waren. Und es wurden immer mehr Fotos, die er kaufte, in Archiven aufstöberte oder von Bekannten geschenkt bekam.

Im Laufe der Zeit ist die Sammlung schon auf über 500 Fotos angewachsen, die er auf ein Format von 40 mal 50 Zentimetern vergrößert hat. Sie schmücken die Flure und das Treppenhaus seiner Pension an der Kölner Straße. „Die meisten meiner Gäste sind von den Aufnahmen begeistert”, erklärt er nicht ohne Stolz. Und so nimmt er sich auch immer wieder die Zeit, um zu erklären und die Bilder mit Geschichten zum Leben zu erwecken.

Und Geschichten weiß der gebürtige Erkelenzer viele zu erzählen, weshalb sich ein Besuch bei ihm auf jeden Fall lohnt. Es bedarf heute schon einer gehörigen Portion an Vorstellungskraft, um die dargestellten Motive mit den heutigen Straßenzügen und Bauten in Verbindung zu bringen. Gerade auswärtige Besucher können so einen ganz anderen und neuen Eindruck von der Stadt gewinnen. Doch auch viele Erkelenzer sind immer wider fasziniert davon, wie ihre Heimatstadt einmal ausgesehen hat.

Neben den verschwundenen Gebäuden und Straßenansichten ist auf den Bildern auch den ehemaligen Bewohnern der Stadt ein Denkmal gesetzt. „Da viele der Bilder aus privater Hand stammen, sind natürlich auch ganz private Einblicke möglich”, betont er. An der Kölner Straße, wo er heute mit seiner Frau zusammen die Pension betreibt, stand zum Beispiel einmal das älteste Pastorat der Stadt.

Nach dem Krieg tauschte die Familie, die vorher am Johannismarkt wohnte, das Grundstück mit der Pfarrgemeinde. Licht zeigt seine Sammlung gerne. Und so weist er auch niemanden ab, der bei ihm anklopft, um eine Zeitreise in das Erkelenz der Vorkriegszeit zu machen. Telefonisch ist er unter 02431 / 34 29 für Anfragen oder Terminabsprachen erreichbar.
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