Regionalranking: WFG-Chef Steiner sehr zufrieden

Von: disch
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Mit der wirtschaftlichen Situation im Kreis Heinsberg, wie sie sich in den Ergebnissen der INSM-Studie darstellt, zeigte sich WFG-Geschäftsführer Dr. Joachim Steiner in einer Reaktion am Freitag sehr zufrieden.

Kreis Heinsberg. Dr. Joachim Steiner, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG), erklärte am Freitag zum Abschneiden im Regionalranking, er sei mit der wirtschaftlichen Situation, die sich aus den Ergebnissen der ISNM-Studie erkennen lasse, sehr zufrieden, zumal er überzeugt ist: „Der Kreis Heinsberg steht besser da, als die Studie vermuten lässt.”

Der Kreis belegt in der wissenschaftlichen Studie, die von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) initiiert wurde, mit 47,3 Punkten bundesweit Platz 285 unter insgesamt 409 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands - und im Bundesland Nordrhein-Westfalen Rang 38 von 54. Dieser zweite Regionalvergleich berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Kaufkraft, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte.

Über die ermittelten Stärken des Kreises Heinsberg könne man sich nur freuen, auch wenn sie überwiegend bereits bekannt gewesen seien: „Dass wir im Bereich Demographie deutlich besser dastehen, als andere, ist bereits ausführlich im Leitbild des Kreises dargestellt.”

Im Kreis Heinsberg gebe es die niedrigsten Arbeitskosten (Rang 1 in NRW). Dies sei ein Standortvorteil, auf den die WFG immer wieder hinweise. Die positive Bilanz bei den Lehrstellen sei ihm persönlich nicht so bewusst gewesen, freue ihn aber sehr, so Steiner, und gebe Anlass, „stolz auf unsere Unternehmen zu sein”.

Die Öffentliche Verschuldung sei sehr gering (Rang 11 in NRW) und der Kreis verzeichne ein relativ geringes Maß an Straftaten (Rang 20 in NRW). Sehr erfreulich sei auch die Prognose, dass der Kreis Heinsberg aufgrund seiner spezifischen Wirtschaftsstruktur von den Folgen der aktuellen Konjunkturkrise eher weniger betroffen sein werde.

Mit Blick auf die festgestellten Schwächen erklärte der WFG-Chef, der Tourismus im Kreis vollziehe sich zugegebenermaßen auf niedrigem Niveau, entwickele aber in den letzten Jahren eine enorme Dynamik. Die vergleichsweise hohe private Verschuldung verwundere ihn etwas, könne er sich aber nicht erklären.

Ein Kriterium koste den Kreis Heinsberg immer wieder in Rankings viele Plätze und schiebe ihn aufgrund der wahrscheinlich hohen Gewichtung weit nach hinten: das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner. Steiner: „Hier zeigt sich, wie man mit statistisch korrekten Methoden einen völlig falschen Eindruck erzeugen kann: Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft oder Region. Das BIP pro Kopf gibt die Leistung pro Kopf der Bevölkerung an.”

In der Studie liege der Kreis mit 18464 Euro pro Kopf um zirka 35 Prozent (!) niedriger als im Landesdurchschnitt NRW (28534 Euro) - „also unglaublich niedrig”. Eine Erklärung laut Steiner: Der Kreis habe einen hohen Auspendlerüberschuss (zirka 43 Prozent der Menschen, die im Kreis wohnen und überhaupt Arbeit haben, pendeln zur Wahrnehmung dieser Arbeit aus).

Die Leistung der Auspendler werde einem anderen Standort „gutgeschrieben”, man messe die Leistung am Arbeitsort. Jeder Auspendler trage folglich den Wert „Null Euro” zum Bruttoinlandsprodukt des Kreises bei, erhöhe aber die Zahl der Köpfe, auf die das BIP bezogen werde. Steiner: „Das ist keine Kritik an der Statistik, musste aber zur Ehrenrettung der Kreis Heinsberger Arbeitnehmerschaft mal erläutert werden.”
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