„Regionale Energie aus erneuerbaren Energien”

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Forum Bioenergie: Im Blickpunk
Forum Bioenergie: Im Blickpunkt steht auch die neue Biogasanlage in Heinsberg-Schafhausen. Foto: G. Kleinen

Kreis Heinsberg. Im Kreis Heinsberg existieren bereits gute Beispiele für eine integrierte regionale Energiewirtschaft. Vor diesem Hintergrund findet am kommenden Freitag, 4. Mai in der Stadthalle Heinsberg ein Bioenergie-Forum unter dem Titel „Regionale Energie aus erneuerbaren Energien” statt.

Auf der Tagung werden die aktuellen Entwicklungen, insbesondere in der Kreisstadt Heinsberg, präsentiert und diskutiert. Das direkte Gespräch zwischen Forschern, Praktikern, Politikern und Investoren soll zu einem Erkenntnisgewinn für Betreiber von regenerativen Energieanlagen, Landwirte sowie die interessierte Bevölkerung und zu neuen Lösungsansätzen führen.

Von Biogasanlage bis Windpark

Thematisiert werden Auswirkungen der regenerativen Energien auf die Lebensqualität im Kreis Heinsberg, integrierte regionale Bioenergiekonzepte wie die Versorgung von öffentlichen Institutionen, sozialen Einrichtungen und Industrieunternehmen mit Hilfe von aus Biomasse erzeugter Energie, Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieausbeute, Bereitstellung und Aufbereitung fester Bioenergieträger als Alternative zu Mais, energieoptimierte Biogasproduktion am Beispiel der Biogasanlage in Heinsberg-Schafhausen sowie Energiegewinnung durch Windparks und Auswirkungen des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2012 auf bestehende und neue Photovoltaikanlagen.

Im Mai 2011 hatten im Beisein von Landrat Stephan Pusch und Bürgermeister Wolfgang Dieder die Arbeiten zum Bau der ersten Biogasanlage in Heinsberg-Schafhausen mit einem Investitionsvolumen von vier Millionen Euro begonnen. Eigens für dieses Vorhaben wurde die Gesellschaft Biogas Heinsberg GmbH & Co. KG gegründet. 23 Landwirte aus der direkten Umgebung und die Florack Energie GmbH sind an der Gesellschaft beteiligt. Inzwischen wurde die Biogasanlage unter großem Interesse von Politik und Bevölkerung in Betrieb genommen und versorgt über drei Blockheizkraftwerke die Kreisverwaltung, das Seniorenzentrum der AWO, die Kreispolizeibehörde und das Unternehmen Sera im Gewerbegebiet mit umweltfreundlicher Energie. Die Heinsberger Biogasanlage ist auf die Verarbeitung von circa 11 000 Tonnen nachwachsender Rohstoffe sowie circa 11 000 Tonnen Rindergülle und Rinderfestmist pro Jahr ausgelegt. Landwirtschaftliche Betriebe aus der Region haben sich vertraglich für 15 Jahre verpflichtet, 80 Prozent der benötigten Rohstoffe für den Betrieb der Anlage zu liefern. Durch die von der Biogasanlage produzierte Energie in Form von Strom und Wärme werden circa 3500 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart. Zum Abschluss des Forums besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, die Biogasanlage zu besichtigen. Da der Parkraum an der Biogasanlage sehr begrenzt ist, wird ein Bustransfer ermöglicht.

Ministerium ist vertreten

Die Veranstaltung soll Entwicklungsperspektiven für erneuerbare Energien im Kreis Heinsberg aufzeigen, analysieren und bewerten. Regionale Aktivitäten zur vollständigen Versorgung mit erneuerbaren Energien und die Möglichkeiten der Unterstützung regionaler Akteure bei der Umstellung der Energieversorgung werden diskutiert. Eröffnet wird das Forum mit einem Vortrag eines Vertreters aus dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW zur Energiewende und kommunalen Wertschöpfung.

Informationen und Anmeldungen

Der Kreis Heinsberg und die Florack Energie GmbH laden gemeinsam mit dem Rheinischen Landwirtschaftsverband (Kreisbauernschaft Heinsberg), dem Zentrum für ländliche Entwicklung, der Energieagentur NRW und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) zum vierten Forum Bioenergie ein.

Beginn der Tagung ist am Freitag, 4. Mai, um 9.40 Uhr. Die Vortragsreihe wird um 14.20 Uhr beendet. Zu dieser Tagung in der Stadthalle in Heinsberg an der Apfelstraße sind alle eingeladen, die Interesse an neuen Formen der Energiegewinnung haben. Die Teilnahme ist kostenlos.

Fragen beantwortet Dipl.-Ing. Mirjam Conrads vom Amt für Umwelt und Verkehrsplanung in der Kreisverwaltung Heinsberg unter der Telefonnumer 02452/13-6112 oder per Mail an mirjam.conrads@kreis-heinsberg.de. Anmeldungen sind erforderlich per E-Mail an zele@mkulnv.nrw.de oder per Fax an 0211/4566456.
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