Regionaldekane sind bestürzt und in Sorge

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Kreis Heinsberg. In einer gemeinsamen Erklärung haben sich die Regionaldekane im Bistum Aachen - unter ihnen Winfried Müller für die Region Heinsberg - zu den Vorgängen im Zusammenhang mit der Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen, die zur Bruderschaft Pius X gehören, geäußert:

„Wir nehmen mit Bestürzung die neueste Entwicklung in unserer Kirche zur Kenntnis”, so die Regionaldekane. Es komme erschwerend hinzu, dass einer der vier Bischöfe den Holocaust und seine Verbrechen leugne, was in der Öffentlichkeit zu großer Aufregung führe und den Dialog mit den jüdischen Geschwistern sehr belaste. „Wir sind sehr in Sorge hinsichtlich des Ansehens der katholischen Kirche in unserem Land und in der Weltöffentlichkeit.

”Die Regionaldekane begrüßen es sehr, „dass der Papst den Dienst der Einheit so ernst nimmt”, und unterstützen ihn dabei. Aber angesichts der turbulenten Entwicklung der letzten Wochen werde es zunehmend fraglich, ob die geplante Wiedereingliederung der Bruderschaft und ihrer Bischöfe in die römisch-katholische Kirche dem Gesamt der Kirche gut tue. „Es ist aus unserer Sicht unverzichtbar, dass sich die Bruderschaft Pius X und ihre Bischöfe in allen Punkten zu den Beschlüssen, Ergebnissen und Verlautbarungen des II. Vatikanischen Konzils bekennen und bereit sind, diese in ihrem Amt und in allen ihren kirchlichen Bezügen zu leben.”

Allerdings sei es unverständlich, so die Regionaldekane weiter, dass sich die Einheitsbemühungen des Papstes ausschließlich auf die konservativen und ultrakonservativen Kräfte hin richten würden. Sie stellen die Frage, ob sie nicht ebenso gelten müssten für prominente Leute wie Boff, Drewermann, Küng oder Gaillot und die vielen anderen Christen, die unter ihrer persönlichen Situation leiden würden, zum Beispiel als Geschieden-Wiederverheiratete ausgeschlossen zu sein.

Die Regionaldekane erklärten ihre Bereitschaft, in Einheit mit Papst Benedikt XVI. und Bischof Heinrich Mussinghoff daran mitzuarbeiten, „dass die Glaubwürdigkeit unserer Kirche in der Welt wieder wächst, dass unsere Kirche ihr Profil aus den Beschlüssen des II. Vatikanischen Konzils wieder stärkt, dass in das Bemühen um Einheit mit dem Papst auch die beispielhaft genannten Personen und Kreise einbezogen werden, dass die Öffnung der Kirche zur Welt, die das II.Vatikanische Konzil gewollt hat, nicht weiter zurückgefahren wird”.
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