Kreis Heinsberg - Regine-Hildebrandt-Medaille für Liesel Machat

Regine-Hildebrandt-Medaille für Liesel Machat

Von: mb
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Viele Glückwünsche galten Liesel Machat (4. v. r.): In der Doverener Mühle wurde der Allgemeinen Vertreterin des Landrates in der Kreisverwaltung von der SPD die Regine-Hildebrandt-Medaille verliehen. Foto: Baltes

Kreis Heinsberg. Seit 2007 gehört sie zur Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) am Internationalen Frauentag: die Verleihung der Regine-Hildebrandt-Medaille für frauen-sozial-politisches Engagement. Der SPD-Unterbezirk Heinsberg hat auf Vorschlag der AsF diesmal bei der Versammlung in der Doverener Mühle Liesel Machat, Allgemeine Vertreterin des Landrates in der Kreisverwaltung, geehrt.

In der Laudatio suchte eine Freundin der Preisträgerin, Marianne Bückers, nach Parallelen zwischen der Geehrten und Regine Hildebrandt.

Starke Worte seien in Beschreibungen für Regine Hildebrandt gefunden worden: „Herz mit Schnauze“ oder „Stimme des Ostens“. Aber das, so befand die Laudatorin, passe nicht. Dagegen seien „geradliniger Charakter, ­Brückenschläger, Kämpferin mit Herz“ – Attribute, die Regine Hildebrandt ebenfalls zugeschrieben worden seien – auch auf Liesel Machat zugeschnitten.

„Nie abgehoben, mit geerdetem Lebensstil, weiß sie um die Probleme der heutigen Zeit.“ Und die Laudatorin erzählte von angenehmen und vertrauensvollen Gesprächen, von Interesse und Sachlichkeit im Beruf, von souverän gemeisterten hitzigen Debatten und davon, dass die Interessen von Menschen mit Behinderungen ein wichtiges Anliegen der Preisträgerin seien.

Den „Versuch einer Laudatio mit Mut zur Lücke“ beschloss sie mit einem Zitat von Regine Hildebrandt, das Liesel Machat treffend beschreibe: „Der tiefere Sinn liegt im Miteinander, lebe das richtige Maß.“

„Loblieder sind mir unangenehm, aber diese Laudatio hat mich sehr berührt“, bekannte Liesel Machat, nachdem ihr von Norbert Spinrath, dem Vorsitzenden der Sozialdemokraten im Kreis Heinsberg und europapolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, sowie Ilse Lüngen, der AsF-Vorsitzenden im Kreis Heinsberg, die Regine-Hildebrandt-Medaille überreicht worden war.

Als seinerzeit erste Frau in Führungsposition beim Kreis Heinsberg habe es durchaus einiger Anstrengungen für Akzeptanz bedurft. Das angesprochene Miteinander sei damals wie heute hilfreich. Sie bemühe sich, nicht nur das große Ganze, sondern auch jeden Einzelnen im Blick zu haben. „Anderen zu helfen, bereichert das eigene Leben.“ Ihrem Dank für die Ehrung schloss sie den „Dank für gelebtes Miteinander“ an.

Als Leitende Kreisverwaltungsdirektorin leitet Liesel Machat das Dezernat III mit dem Amt für Soziales, dem Jugendamt und dem Gesundheitsamt. Die Allgemeine Vertreterin des Landrates arbeitet in Beiräten, Aufsichtsräten und Gesellschafterversammlungen mit. Machat ist parteilos, verheiratet, Mutter eines Sohnes und wohnt in Hückelhoven-Doveren.

Regine Hildebrandt setzte sich als Ministerin für Arbeit und Soziales in der ersten frei gewählten Regierung der DDR und später in der brandenburgischen Landesregierung für soziale Gerechtigkeit ein und nahm in der politischen Diskussion kein Blatt vor den Mund – als „Mutter Courage des Ostens“. Über eine Freundin hatte sie einen sehr persönlichen Bezug zum Kreis Heinsberg.

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