Regine-Hildebrandt-Medaille für Erika Blum

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
asf-foto
Bei der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen: Erika Blum freute sich über die Regine-Hildebrandt-Medaille. Ilse Lüngen (links) und Nicole von den Driesch (rechts) gratulierten der Genossin. Foto: Kerkhoff

Kreis Heinsberg. Der Heinsberger Unterbezirk der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) hat bei der Mitgliederversammlung in der Rath-Anhovener Gaststätte Cohnen die Regine-Hildebrandt-Medaille an Erika Blum verliehen.

Erika Blum ist seit 1987 Mitglied der SPD und der ASF. Von 1989 bis 1994 saß die heute 70-jährige als Sachkundige Bürgerin im Sozialausschuss des Wegberger Stadtrates.

Von 1994 bis 2008 war sie Kreistagsabgeordnete der SPD und musste sich zuerst „als einzige Frau gegen die Männerdomäne ihrer Fraktion behaupten”, wie die Laudatorin und Nachfolgerin im Kreistag, Karin Bonitz, betonte. Neben dem politischen Einsatz der Geehrten hob Bonitz auch deren privates Engagement hervor. So pflegte die dreifache Mutter ihren schwerstbehinderten Sohn bis zu seinem Tod und nahm auch die Schwiegereltern auf und betreute sie.

Blum habe sich durch „beispielhaftes Engagement” ausgezeichnet und als „faire, ehrliche und loyale Genossin” erwiesen. Nach ihrem Rückzug aus der aktiven Politik fährt die ambitionierte Seglerin mehrmals wöchentlich nach Bonn, wo sie ihre Enkel betreut, damit ihre Tochter weiterhin berufstätig sein kann. Darüber hinaus engagiert sie sich auch bei der Arbeiterwohlfahrt in Wegberg.

Die Geehrte betonte, dass viele Frauen, die sie kenne, diese Auszeichnung verdient hätten. „Ich habe immer getan, was ich für richtig hielt”, betonte sie und versprach „weiterzukämpfen, auch auf die Gefahr hin, dass manche auch mal stinksauer auf mich sein werden”.

Die Regine-Hildebrandt-Medaille wird in Einvernehmen mit der Familie der verstorbenen Politikerin verliehen. Über die Preisträger und deren Arbeit werden die Hinterbliebenen informiert. Mit der Wahl Blums waren sie auf jeden Fall einverstanden. Der Ehemann der Verstorbenen, Jörg Hildebrandt, hatte in einem Antwortschreiben erklärt, dass man im Kreis Heinsberg eine würdige Trägerin für die Medaille gefunden habe.

In den Jahren zuvor wurde die Medaille an die Wassenbergerin Elisabeth Kutz und an Norma Kuhlmey aus Übach-Palenberg verliehen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert