Regine-Hildebrandt-Medaille für Brigitte Skottke

Von: agsb
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Alle Preisträgerinnen der Regine-Hildebrandt-Medaille auf einem Bild vereint: Erika Blum, Norma Kuhlmey, Brigitte Skottke und Elisabeth Kutz (v.l.n.r.). Fotos (2): agsb Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Vorsitzende Ilse Lüngen von der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen im SPD-Unterbezirk Heinsberg hat im Haus Nobis in Oberbruch an der Grebbener Straße zahlreiche Gäste begrüßt. Im Mittelpunkt des Abends stand Brigitte Skottke aus Heinsberg.

Sie erhielt für ihr sozialpolitisches Engagement am Internationalen Frauentag die Regine-Hildebrandt-Medaille.

Regine Hildebrandt wurde am 26. April 1941 in Berlin-Mitte geboren, sie starb am 26. November 2001 in Woltersdorf bei Berlin. Die Politikerin war als „Mutter Courage des Ostens” bekannt, nahm sie doch kein Blatt vor dem Mund. „Ohne Frauen ist kein Staat zu machen” war einer ihrer markanten Sätze. Sie motivierte Frauen, sich noch stärker auch in der Politik einzubringen.

Sie engagierte sich in der Bürgerbewegung „Demokratie jetzt” in der damaligen DDR, wurde nach dem Mauerfall auch Ministerin in der ersten frei gewählten Regierung der DDR und später in der Landesregierung von Brandenburg. Sie gehörte dem Bundesvorstand der SPD an. Zum Kreis Heinsberg hatte Regine Hildebrandt über ihre Freundin Marion Hildebrand, die von 1994 bis 1996 in der Kreisstadt ihre Supervisionsausbildung absolvierte, eine ganz persönliche Beziehung.

Die Laudatio auf Brigitte Skottke hielt Astrid Wolters. Sie blickte rund 30 Jahre zurück. Damals hätten einige Frauen versucht, die Emanzipation der Frau in den Kreis Heinsberg zu bringen. „Wir waren damals schon frauenbewegt und einfach von unserem Handeln überzeugt, auch wenn viele Genossinnen und Genossen uns nicht ernst nahmen”, so Astrid Wolters. Sie erinnerte sich an Brigitte Skottke mit feuerroten langen Haaren.

Bei ihren Vorbereitungen auf die Laudatio habe sie das Lebensmotto von Regine Hildebrandt gefunden, berichtete sie: „Der tiefere Sinn des Lebens liegt im Miteinander.” Astrid Wolters weiter: „Ich finde es außerordentlich passend für die Arbeit von und mit Brigitte. Das Miteinander ist wohl das oberste Credo ihres Weges. Nur gemeinsam mit vielen anderen war es möglich zu erreichen, was Brigitte erreicht und geleistet hat.” Die Preisträgerin sei eine treibende Kraft in der Partei und der Arbeiterwohlfahrt, aber auch im Vereinsleben: im Heimatverein, in der katholischen Frauengruppe, bei den Schützen und besonders im Karneval.

Die AWO-Frauenhilfe 1988 nannte die Laudatorin als weiteren Meilenstein. Brigitte Skottke habe unermüdlich dafür diskutiert, gestritten und überzeugt. Profane Parteiarbeit habe sie auf den Kopf gestellt - ob als Ortsvereinsvorsitzende oder Fraktionsvorsitzende, „Jobs, die für Frauen eigentlich nicht vorgesehen waren.” Skottke habe gezeigt, dass Hartnäckigkeit und Einsatz vieles möglich machten.

Unter großem und langanhaltendem Applaus wurde Brigitte Skottke mit der Regine-Hildebrandt-Medaille ausgezeichnet. Und sie musste viele Hände schütteln.

Zu den Gratulanten zählten die drei vorangegangenen Preisträgerinnen, Elisabeth Kutz (2007), Norma Kuhlmey (2008) und Erika Blum (2009).
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