Regine-Hildebrandt-Medaille für Astrid Wolters

Von: mb
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Freude über die Regine-Hildebrandt-Medaille: Preisträgerin Astrid Wolters (4. v. l.) im Kreise anwesender vorheriger Preisträgerinnen. Foto: mb

Kreis Heinsberg. Bereits zum zehnten Mal hat der SPD-Kreisverband Heinsberg auf Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) bei einer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag die Regine-Hildebrandt-Medaille für frauen-sozial-politisches Engagement verliehen. Preisträgerin ist in diesem Jahr die stellvertretende Erkelenzer Bürgermeisterin Astrid Wolters.

Astrid Wolters wurde in der Nähe von Kiel geboren und wohnt seit 1980 in Erkelenz. Sie ist verheiratet und hat fünf Kinder und acht Enkel. Die 57-Jährige hat sich nach der Geburt ihres ersten Kindes eine Zeit lang nur ihrer Familie gewidmet, ehe sie 1994 mit Hilfe der Arbeitsagentur ins berufliche Leben zurückkehrte. Seit 2011 ist sie die Gleichstellungsbeauftragte vom Jobcenter Kreis Heinsberg.

Ehrenamtliches Engagement

Sachkundige Bürgerin und Ratsmitglied, Mitbegründerin der AWO-Frauenhilfe, Presbyterin der evangelischen Kirchengemeinde Erkelenz-Schwanenberg: Ihr ehrenamtliches soziales Engagement hat sie auch während der Familienzeit nicht unterbrochen. Ihre politischen Schwerpunkte setzt sie in der Jugendhilfe, Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. Seit 2009 ist sie stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Erkelenz.

Die Laudatio hielt – weil die vorgesehene Laudatorin Elke Schmitz erkrankt war – Katharina Gläsmann, die älteste Tochter der Preisträgerin. Erst vor zwei Tagen sei ihr diese Ehre in den Schoß gefallen, berichtete die Laudatorin ein wenig aufgeregt. Und eigentlich könne sie alles in einem Satz ihres Sohnes zusammenfassen: „Oma ist toll, weil sie toll ist.“

Ein wenig genauer wollte sie aber doch werden und berichtete von Anstrengungen und Verdiensten, Kämpfen und Erfolgen der Geehrten. Mit Herz und Verstand setze sie sich ein für Frauen, Kinder, Familien und das gelte sowohl für das Privatleben als auch für ihre Arbeit und ihr ehrenamtliches Engagement. „Der tiefere Sinn des Lebens liegt im Miteinander“, zitierte sie Regine Hildebrandt und stellte fest, dass dieser Satz auch „über dem Leben meiner Mutter steht“.

Mit stehenden Ovationen wurde die bewegende Rede von Astrid Wolters gefeiert, die sie allen Frauen widmete. „Denn wir organisieren das Leben, mit aller Kraft, mit Geduld und Einfallsreichtum“, lobte sie die Heldinnen des Alltags. „Ohne uns geht nichts – und wir sind viele, richtig viele.“

Ein wenig Mühe hatte sie, die Stimme fest zu halten, als sie sich bei ihrem Mann, ihrer Familie, Freunden, Kollegen „und auch dem lieben Gott“ bedankte: „Alles, was ich tat, tat ich mit euch und für euch.“ Offensichtlich hat ­Astrid Wolters nicht vor, sich lange auf ihren Lorbeeren auszuruhen. „Denn morgen, ja morgen gehen wir wieder raus ins Leben“, versprach sie.

Regine Hildebrand (1941-2001) war Ministerin für Arbeit und Soziales in Brandenburg. Glaubwürdigkeit und engagierter Einsatz auf sozialem Gebiet machten sie populär. Über eine Freundin hatte sie einen persönlichen Bezug zum Kreis Heinsberg, und die Regine-Hildebrandt-Medaille wird mit ausdrücklichem Einverständnis der Familie verliehen.

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