Kreis Heinsberg - Referat „Internationale Gerechtigkeit“ der Pfadfinderschaft

Referat „Internationale Gerechtigkeit“ der Pfadfinderschaft

Von: mb
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Beim Stufentag der Pfadfinder in Wegberg: Kinder bemalten Planken für das Kindermissionswerk. Foto: Baltes
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Ein Lagerfeuer durfte bei der Veranstaltung der Pfadfinder nicht fehlen. Foto: Baltes

Kreis Heinsberg. „Der liebe Gott muss ein Pfadfinder sein“, kommentierte ein Betreuer das frühlingshafte Wetter. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleiteten den Stufentag vom Referat Internationale Gerechtigkeit (InteGer) der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Diözesanverband Aachen.

Einen Tag lang drehte sich im Wegberger Haus St. Georg für die mehr als 130 Teilnehmer alles um das Thema Flucht und Gastfreundschaft. Die DPSG ist mit etwa 7000 Mitgliedern und circa 35.000 Ehemaligen der größte Pfadfinderverband im Bistum Aachen. Die Mitglieder engagieren sich in 85 Ortsgruppen.

„Menschen einander näherzubringen, gehört zum Grundverständnis der Pfadfinder“, erläuterte Andrea Teubler, ehrenamtliche Referentin des Referats InteGer. Unverkrampft und ohne Vorurteile näherten sich die Teilnehmer im Alter von sieben bis 21 Jahren dem Thema. „Viele Kinder und Jugendliche haben ja auch in der Schule Kontakt zu Flüchtlingen“, erklärte Erika Haase-Zeimetz, Pressebeauftragte des DSPG. „Willkommenskultur ist bei Pfadfindern selbstverständlich.“

Verschiedene Workshops griffen das Thema Flucht und Vertreibung auf, sensibilisierten für die Sorgen und Probleme von Geflüchteten. Rollenspiele halfen, sich in die Situation der Menschen zu versetzen, die die Heimat verlassen müssen und sich in einem fremden Land mit fremden Regeln zurechtfinden sollen. Gar nicht so einfach, sich verständlich zu machen, wenn niemand die Muttersprache versteht.

Der Dokumentarfilm „Willkommen auf Deutsch“ für die Jugendstufen und der Film „Logo erklärt Flucht“ für die Kinderstufen standen am Nachmittag auf dem Programm. Für den reibungslosen Tagesablauf sorgten etwa 20 ehrenamtliche Helfer.

Begeistert angenommen wurde das Angebot, Holzplanken zu bemalen, um die Sternsingeraktion des Kindermissionswerks zu unterstützen. Aus vielen einzelnen Holzplanken wird ein großes symbolisches Boot gebaut, das am Weltflüchtlingstag am 20. Juni vor dem Europaparlament aufgebaut werden soll – eine Aufforderung zu verantwortlichem Handeln, dem Schaffen sicherer Fluchtwege, der Bekämpfung der Ursachen von Flucht und Vertreibung.

Wunderschöne Wachsstiftzeichnungen entstanden, Bilder von sicheren Booten und Weltkugeln, auf denen sich Menschen die Hände reichen. Schlagworte wie Menschlichkeit, Frieden und Hilfe reihten sich in bunten Buchstaben auf. „Die Planken und die Wachsmalstifte hat der Freundes- und Förderkreis des Diözesanverbands Aachen finanziert“, freute sich Erika Haase-Zeimetz.

Und selbstverständlich gab es auch ein Lagerfeuer. Lodernde Holzscheite waren umringt von den neuen Experten in Sachen Flucht und Willkommenskultur, die zufrieden am knusprigen Stockbrot knabberten.

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