Heinsberg - Realschule Heinsberg befasst sich mit „Fair Future”

Realschule Heinsberg befasst sich mit „Fair Future”

Von: Anna Petra Thomas
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Die Schüler der Klasse 6a hat
Die Schüler der Klasse 6a hatten zusammen mit ihrer Lehrerin Elfi Knauber anlässlich des Projekttages zum Thema „Fair Future” eine Kräuterspirale gebaut. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Eigentlich findet er immer am 26. April statt, der internationale Projekttag aller Unesco-Projektschulen, von denen die Heinsberger Realschule Im Klevchen eine ist. Hier flimmerte er jedoch quasi schon über die Leinwand, war der Schule doch für diesen Tag eine Kooperation mit dem Projekt „Fair Future” gelungen.

Dieses von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderte Engagement des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie, der Entwicklungsorganisation Oxfam Deutschland und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) getragene Projekt vermittelt im Rahmen einer Multivisions-Veranstaltung, was es mit dem sogenannten ökologischen Fußabdruck auf sich hat.

Mithilfe eindrucksvoller Bilder und ansprechender Texte erfuhren Schüler und Lehrer, was passieren würde, wenn alle 6,8 Milliarden Menschen auf der Erde so leben würden wie aktuell die Menschen in Deutschland: Fast drei Erden würden benötigt! Wie sie selbst gegensteuern können, etwa in puncto Ernährung und sonstigem Konsum, in Bezug auf Wohnen oder Mobilität und mit Blick auf die Gestaltung ihrer Zukunft, sahen und hörten sie auch. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern des Heinsberger Netzbetreibers Alliander.

Die Multivisions-Schau habe mit Hilfe des ökologischen Fußabdrucks eindrucksvoll dargestellt, dass wirtschaftliches Wachstum sich an den Grenzen der ökologischen Leistungsfähigkeit des Planeten Erde orientieren müsse, resümierte Unesco-Projektlehrer Uwe Zander. „Das Prinzip Nachhaltigkeit ist gerade für die junge Generation von großer Bedeutung, denn auf ihren Schultern lastet die Zukunft unseres Planeten.”

Eingebettet war die Multivisionsveranstaltung in die übrigen Aktivitäten des Unesco-Projekttags der Schule, den Zander gemeinsam mit seiner Kollegin Sandra Pisters organisiert hatte. „Hinterm Tellerrand gehts weiter - weltbewusst essen und leben”, lautete sein Motto. Daran waren alle Klassen mit eigenen Projekten beteiligt.

Sie bereiteten zum Beispiel ein gesundes Frühstück oder ein vegetarisches Essen zu, bauten im Pädagogischen Zentrum eine Kräuterspirale oder befassten sich mit Themen wie Mülltrennung und Nachhaltigkeit. Aber auch ein Projekt mit Gedichten zur Erderwärmung war dabei.

Darüber hinaus hatten die Schüler der Jahrgangsstufen acht und neun mit Hilfe einer Software aus dem Internet ihren eigenen ökologischen Fußabdruck errechnet. „Sie verbrauchen bei normalem Lebensstandard derzeit zweieinhalb Planeten”, erklärte Zander zum Ergebnis und zum Ziel der Aktion, die Schüler zu sensibilisieren für eine nachhaltigere Lebensweise. „Wir haben halt nur eine Erde und damit müssen wir sparsam umgehen.”

In vier Wochen sollen die Schüler jetzt noch einmal rechnen und erkennen, ob sie hier und da schon gegensteuern konnten, etwa mit Überlegungen dazu, wie sie täglich zur Schule kommen oder wie sie sich ernähren.

Am 26. April nimmt Unesco-Projektlehrerin Sandra Pisters schließlich mit einer Schülergruppe an einer regionalen Veranstaltung in Heiligenhaus statt, wo es in Zusammenarbeit mit anderen Unesco-Projektschulen noch einmal um dieselbe Thematik gehen wird.
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