Razzia im Rotlichtmilieu

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Kreis Heinsberg. Bei einer bundesweiten Razzia im Rotlichtmilieu hat die Polizei zahlreiche Bordelle durchsucht, unter anderem auch vier Objekte im Kreis Heinsberg, wie am Montag bekannt und von einem Polizeisprecher bestätigt wurde.

Die Fahnder suchten nach Hinweisen auf Menschenhändler aus Westafrika. In Nordrhein-Westfalen waren Polizeibehörden in 14 Städten und Kreisen an der Aktion beteiligt, berichtete das Landeskriminalamt. Bundesweit hatte die Polizei am Donnerstag rund 1000 Bordelle durchsucht.

Die Ermittler vermuten nach ihren bisherigen Erfahrungen ein bundesweites Netz von westafrikanischen Zuhältern, eingeschleusten Prostituierten, Geldwäschern, Passverleihern, Dokumentenfälschern und Schleusern. Analysten der europäischen Polizeibehörde Europol waren ebenfalls an der Razzia beteiligt, um Verbindungen ins europäische Ausland zu erhellen.

Der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, hatte den bundesweiten Kontrolltag als wichtigen Baustein bei der Bekämpfung des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung bezeichnet.

Im Kreis Heinsberg gab es bei der Razzia keine entsprechenden Feststellungen, so ein Polizeisprecher. Allerdings sei eine deutsche Frau festgenommen worden, da gegen sie ein Haftbefehl wegen Betäubungsmittelvergehen vorgelegen habe.

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