Kreis Heinsberg - Raupen vom Eichenprozessionsspinner werden bekämpft

Raupen vom Eichenprozessionsspinner werden bekämpft

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Eichenprozessionsspinner
Aufgrund des milden Klimas sind Eichenprozessionsspinner in Nordrhein-Westfalen weiter auf dem Vormarsch. Foto: dpa

Kreis Heinsberg. In den kommenden Wochen werden im Kreis Heinsberg wieder Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner durchgeführt. Der milde Winter dürfte sich auf die Befallssituation keinesfalls mindernd ausgewirkt haben, befürchten laut Pressestelle des Kreises die Fachleute.

 So hätten sich der Kreis und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie die Stadt Baesweiler und der Kreis Düren für das Stadtgebiet Linnich dazu entschlossen, eine gemeinsame vorbeugende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an den Stellen durchzuführen, an denen mit einem verstärkten Befall zu rechnen sei. Dies seien insbesondere die Eichen entlang von öffentlichen Verkehrsstraßen innerhalb und außerhalb von Ortslagen, im Bereich von Schulen, Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen.

Verkehrsteilnehmer werden gebeten, auf entsprechend gekennzeichnete Bekämpfungsfahrzeuge zu achten und diese vorsichtig zu überholen. Bei Bekämpfungsmaßnahmen innerhalb der Ortslagen wird Lärm durch die lauten Sprühturbinen nicht auszuschließen sein. Die Arbeiten erfolgen bis circa Mitte Mai während der hellen Tagesstunden (bis etwa 22 Uhr), auch an den Wochenenden.

Der Einsatz ist laut Kreis wichtig, denn: „Die Haare der Raupe des Eichenprozessionsspinners stellen eine gesundheitliche Gefährdung für Menschen dar. Bei Berührung mit den Brennhaaren können allergische Reaktionen ausgelöst werden.“ Eine vorsorgliche Bekämpfung erscheine nach Abwägung aller Aspekte als sinnvollste Lösung.

Mit der Bekämpfungsmaßnahme wurde nach Angaben des Kreises ein Fachunternehmen beauftragt. Besprüht würden die Eichenbäume wie in den zurückliegenden Jahren mit dem Biozid „Dipel ES“. Dieses Mittel habe die Zulassung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und basiere auf Stämmen des sogenannte „Bacillus thuringiensis“.

Das Insektizid wirke als Fraßgift. Es töte nur bestimmte Raupen; nicht hingegen Nützlinge wie Marienkäfer oder Schlupfwespen. Die Raupen würden die zunächst ungiftige Vorstufe des Wirkstoffs beim Fressen der jungen Eichenblätter aufnehmen. Erst im Verdauungssystem der Raupe bilde der Bazillus den Giftstoff und löse die Vergiftung aus.

Der Vorteil dieses Insektizids bestehe folglich darin, dass dieses beim Versprühen in Form der Vorstufe für den Menschen unbedenklich sei. Vorsorglich solle man dennoch dem Sprühnebel ausweichen, Anwohner in unmittelbarer Nachbarschaft von Eichenbaumbeständen sollten während der Bekämpfungsmaßnahmen Fenster geschlossen halten.

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