Rat knipst in Selfkant das Licht wieder an

Von: agsb
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Bald brennt das Licht wieder d
Bald brennt das Licht wieder die ganze Nacht: Der Protest der Bürger gegen die Abschaltung hatte Erfolg. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Selfkant-Tüddern. In Selfkant brennt ab dem 1. Januar 2013 nachts wieder die Straßenbeleuchtung - dies war eine der vielen Entscheidungen aus der Gemeinderatssitzung vom Mittwochabend. Die Abschaltung in der Zeit von null bis fünf Uhr an den Werktagen sowie am Wochenende von 2 bis 5 Uhr ist damit vom Tisch.

In den Ortschaften Tüddern und Havert-Stein hatten die Bürger mit Unterschriftenaktionen gegen die Nachtabschaltung protestiert. Auch bei einem Forum unserer Zeitung in Havert äußerten zahlreiche Bewohner ihren Unmut über die Maßnahme. Zudem gingen schriftliche Beschwerden bei der Gemeindeverwaltung ein.

Auf insgesamt fünf Bürgerversammlungen sah Bürgermeister Herbert Corsten schon eine deutliche Tendenz vieler Bürger für eine Wiedereinschaltung der Straßenbeleuchtung. Die Argumente der Rettungsdienste und Feuerwehr mit Klagen über Probleme der Orientierung bei völliger Dunkelheit waren auch von Seiten der Politiker nicht von der Hand zu weisen.

Mit dem Beschluss zur Abschaltung vor einem Jahr versuchte die Gemeindeverwaltung, Kosten von rund 25.000 Euro jährlich zu sparen. Kämmerer Jens Krekels hat bereits einen Entwurf zur Kompensation dieser Summe durch eine Erhöhung der Grundsteuer A und B vorgelegt, der aber nicht Bestandteil dieser Sitzung war.

Dr. Karl-Heinz Kambartel von Pro-Selfkant sah eine Abschaltung von 2 bis 4 Uhr als durchaus vertretbar an, der Fraktionsvorsitzende bezeichnete eine Erhöhung der Grundsteuern als nicht glücklich.

Willi Peters erlebte in der SPD-Fraktion eine lebhafte Diskussion über die Nachabschaltung. „Dies ist auch gut so, wir unterliegen keinem Fraktionszwang”, so Peters. Er stufte einen Ausgleich über die Erhöhung der Grundsteuer A/B als unumgänglich ein.

Heinz Stassen aus der CDU-Fraktion sah in seiner Partei eine deutliche Tendenz zur Wiedereinschaltung. „In allen Bürgerversammlung zeigten sich die Bürger einverstanden mit der Anhebung der Grundsteuersätze”, so Stassen. Hans Schürgers von den Liberalen sah in seiner Partei eine intensive Diskussion mit Tendenz zur Wiedereinschaltung.

Fast einheitlich beschlossen wurde dann der Antrag zwecks Wiedereinschaltung der Straßenbeleuchtung zum 1. Januar 2013 mit 18 Ja- und sieben Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen. In den Dezember-Sitzungen des Rates wird nun beschlossen, wie hoch eine mögliche Steuererhöhung sein könnte.

Ebenfalls in der Diskussion ist die Ausstattung mit LED-Lampen. Hier werden wir die Kosten errechnet, dieses Thema soll dann auch schnellstens in die Rats-Sitzungen eingebracht werden.
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