Randerath: Nur eine Handvoll Demonstranten

Von: g.s.
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Demo
Kaum Teilnehmer: Die Demonstration auf dem Heinsberger Marktplatz war 50 Minuten nach dem vorgesehenen Beginn schon beendet. Foto: Georg Schmitz

Heinsberg. Das hatte sich Veranstalter Thomas Schieben etwas anders vorgestellt. Als Versammlungsleiter hatte er für Samstag eine 100 Personen starke Demonstration gegen den in Randerath lebenden Sexualstraftäter Karl D. bei der Polizei angemeldet.

„Wir möchten erreichen, dass solche Menschen wie Karl D. für immer weggesperrt werden”, nannte Thomas Schieben einen Grund für seinen Aufruf zum Protest zwischen 11 und 16 Uhr auf dem Heinsberger Marktplatz. Ernüchtert musste er aber feststellen, dass nur eine Handvoll Demonstranten dem Aufruf gefolgt waren.

„Wir wollten eigentlich eine breitere Öffentlichkeit hier in Heinsberg für das Thema sensibilisieren und Flyer verteilen”, sagt Schieben unserer Zeitung. Auch wollte er und seine Gruppe Druck auf die Justiz ausüben und diese zum Umdenken bewegen.

„Glauben Sie etwa, man könnte aus einem Wolf einen überzeugten Vegetarier machen”, lautet der Aufdruck auf einem eigens entwickelten T-Shirt. Nun musste Schieben aber feststellen, dass sich nach zehn Wochen täglicher Demo in Randerath in Heinsberg niemand für die Sache gewinnen ließ.

Grund war aber nicht nur das Desinteresse von Seiten der Bevölkerung, sondern ein interner „Zwist” unter den Demonstranten. Offensichtlich haben sich zwei Gruppierungen gebildet, die sich am Samstag gegenseitig die Protestwilligen wegnahmen.

Denn Thomas Schieben schimpfte über einen gleichgesinnten Namensvetter, der ihm versprochene Protest-Flyer vorenthielt und lieber selber an anderer Stelle verteilen ließ.

So erklärte Thomas Schieben die Demonstration auf dem Heinsberger Marktplatz 50 Minuten nach dem vorgesehenen Beginn für beendet.
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