RAG Bildung GmbH hilft Arbeitslosen

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Begeistert von Angebot und Service an der Cocktail-Bar waren auch Regionalleiter Magnus Gross, Karl Blees von der Arge, Standortleiterin Gabriele Steffens und Projektleiterin Ilse Lüngen (v.l.n.r.). Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Seit 2006 ist die RAG Bildung GmbH mit Maßnahmen für arbeitslose Menschen in Heinsberg aktiv: an der Industriestraße 9 mit berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen und seit vergangenem Jahr mit einer sogenannten Aktivierungshilfe, die gemeinsam mit der Caritas-Werkstatt durchgeführt wird.

Seit Oktober 2008 betreibt das Unternehmen an der Rudolf-Diesel-Straße zusätzlich ein Bildungszentrum. Dort werden im Auftrag der Arge unter dem Motto „Neue Wege zur Beschäftigungsfähigkeit” derzeit 131 Langzeitarbeitslose wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt.

„Es ist erstaunlich, was man in kurzer Zeit auf die Beine stellen kann”, freute sich Magnus Gross, Regionalleiter Rheinland der RAG Bildung, bei seinem Besuch anlässlich eines Tages der offenen Tür im Bildungszentrum. Gabriele Steffens, Standortleiterin in Heinsberg, erläuterte Details zum neuen Projekt, in das die Teilnehmer im Schnitt neun Monate lang eingebunden sind und das den Kurztitel „VT-GHB” (Vermittlung von Teilaktivitäten - Gesamtprozess zur Herstellung der Beschäftigungsfähigkeit) trägt.

27 Prozent der Teilnehmer im Alter zwischen 25 und 50 Jahren hätten keinen Schulabschluss, 52 Prozent seien ohne Berufsausbildung, betonte sie. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit liege bei 6,2Jahren. 22 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen hätten schon mehr als 20 Jahre oder noch nie vorher gearbeitet. Sie brächten viele Probleme mit.

Deshalb seien in der Maßnahme nicht nur Bildung gefragt, sondern auch Beratung, etwa zum Thema Schulden. „Und wir haben auch Teilnehmer, die haben kein Dach über dem Kopf”, betonte sie. Deshalb arbeitet das Zentrum nicht nur mit den Fallmanagern um Teamkoordinator Karl Blees von der Arge zusammen, sondern auch mit weiteren Beratungsstellen und mit der Volkshochschule.

„Vor allem sind wir nicht an den Defiziten, sondern an den Kompetenzen der Menschen interessiert”, so Steffens. „Jeder Mensch hier hat ganz, ganz viele Stärken!” Diese werden gefördert im Rahmen von Gruppenaktivitäten, etwa dem Alpha-Kurs, wo Teilnehmer Lesen und Schreiben lernen, bis hin zur EDV-Schulung oder der Zweirad- und Kreativwerkstatt. Hinzu kommen Workshop-Angebote mit dem Ziel der Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit, der Ernährung oder des eigenen äußeren Erscheinungsbilds. Auch beim Bewerbungstraining wird die Eigeninitiative der Teilnehmer ausgelotet. „Wir fördern und fordern!” lautet die Devise von Steffens. „Denn wir können heute auf ein solches Arbeitspotenzial nicht verzichten.”

Im vergangenen Monat wurde eine zusätzliche Qualifizierung für 30 Frauen in der Maßnahme gestartet. Sie werden jetzt zu Hotel- und Gaststättenhelferinnen ausgebildet. „Ich bin ganz stolz auf mein Team, aber auch auf sie als Teilnehmer”, schloss Steffens ihre Präsentation.

Ilse Lüngen, Leiterin des Projekts, stellte danach die acht hauptamtlichen Mitarbeiter und die acht Honorarkräfte vor, die sich mit ganz unterschiedlichen Fachgebieten in der Maßnahme engagieren. Danach konnten sich alle an Buffet und Cocktailbar stärken, die von den Teilnehmern in mehrtägiger Arbeit vorbereitet worden waren.
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