Erkelenz - Räume im Amtsgericht gesperrt

Räume im Amtsgericht gesperrt

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Ein Bauschaden liefert ein weiteres Argument für einen Neubau: Am Dienstag lösten sich Teile der Deckenverkleidung im Amtsgericht. Foto: Koenigs

Erkelenz. Am Montagnachmittag lösten sich Teile der abgehängten Decke in der vierten Etage des Erkelenzer Amtsgericht und fielen zu Boden. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden, wie Harald Lange, Leiter der Niederlassung Aachen des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) NRW berichtete.

Das in Köln ansässige Service-Management des BLB NRW wurde um 14 Uhr informiert und in Marsch gesetzt. Es entfernte die Platten und kappte auch die Stromversorgung zu den Räumen, so Lange. Einige Büroräume wurden noch am gestrigen Nachmittag gesperrt. In ihnen sind Mitarbeiter des Erkelenzer Finanzamtes untergebracht, die kurzfristig einen neue Bleibe suchen mussten. Im Laufe des heutigen Tages soll die Ursachenforschung betrieben und der Schaden behoben werden.

Lange hofft, dass diese bautechnische Zwischenfall nicht die Regel wird. Er will die Situation nicht dramatisieren, aber auch nicht verharmlosen. Allerdings liefert der Schaden ein Argument mehr für den angestrebten Neubau eines Amtsgerichts auf der Wiese vor dem bestehenden. Ein Architektenwettbewerb ist längst abgeschlossen, der Baubeginn ist auf Intervention aus Düsseldorf verschoben worden. Die Landtagswahl mit dem Wechseln an den Spitzen der Ministerien leistet das Übrige, um das Thema Amtsgericht in Erkelenz auf eine lange Bank zu schieben. Jetzt könnte es wieder ins Blickfeld des Justizministers gelangen.

Dabei scheint erwiesen, dass das Gebäude, in das in den 90er-Jahren schon etliche Millionen D-Mark zur Sanierung geflossen waren, baulich „abgängig” ist. Immer wieder ist zwar gerüchteweise von einer „Asbestverseuchung” und einem „Pilzverfall” die Rede gewesen, jetzt aber ist ein tatsächlicher Schaden eingetreten. Er wird sicherlich behoben werden, aber es ist wieder „nur” eine Reparatur und nicht die von vielen gewünschte große Lösung.
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