„Räuber” sind begeistert vom Klima bei der Lebenshilfe

Von: agsb
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Tolle Stimmung bei der Lebenshilfe: Die „Räuber” fanden das Uberraschungskonzert in der Oberbrucher Werkstatt cool - wie auch die Mitarbeiter. Da wurden natürlich die Hände zum Himmel gestreckt. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Karl-Heinz „Charly” Brand kam mit seinen „Räubern” aus dem Staunen nicht heraus. Die Lebenshilfe-Band „Workshop” stand auf der Bühne und sang kölsche Lieder - zur Freude der Mundartgruppe aus Köln.

Die Bandmitglieder der Lebenshilfe hatten vorher eine kleine Einweisung von den „Räubern” erhalten und durften dann deren Instrumente benutzen. Die Musiktalente der Lebenshilfe begeisterten nicht nur die Musikprofis, auch die Freunde der Lebenshilfe feierten „Workshop”. Die Stimmung bei diesem Überraschungskonzert war toll.

Und dann standen die „Räuber” auf der Bühne. Viele Schals wurden geschwenkt: Die Band aus der Domstadt erlebte bei der Lebenshilfe ein Heimspiel. Es war ein fantastisches Bild, das sich den „Räubern” da von der Bühne aus bot. Die Begeisterung war in allen Gesichtern abzulesen. Viele zeigten sich textsicher, denn die „Räuber” sind ja keine unbekannte Musikgruppe, sondern zählen wie die „Höhner” oder „Bläck Fööss” zu den populärsten Kölner Musikgruppen.

Der „Räuber”-Tag in Oberbruch hatte am Vormittag mit einem Rundgang begonnen. Aktion Blickwechsel heißt ein Motto bei der Lebenshilfe. Mit dieser Aktion möchte die Lebenshilfe ihre Türen öffnen: Mitarbeiter zeigen prominenten Mitmenschen ihren Arbeitsplatz. Auf der anderen Seite sollen die Mitarbeiter einen Einblick in den Arbeitsplatz des „Promis” erhalten. An dieser Aktion waren bereits Paul Schmitz-Kröll als damaliger Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg und der Heinsberger Propst Günter Meis wie auch die Landtagsabgeordnete Ulla Meurer beteiligt.

Lebenshilfe-Mitarbeiterin Nadine Nixdorf hatte vor einigen Wochen die Gelegenheit, „backstage”, also hinter den Kulissen, ein Konzert der „Räuber” in Köln zu erleben. Sie fand die Musiker einfach nur cool - und dies beruhte auf Gegenseitigkeit. Im Rahmen der Aktion Blickwechsel wurde der Gegenbesuch vereinbart.

Bereits beim Rundgang zeigten sich die „Räuber” von den Werkstätten der Lebenshilfe angetan, besonders die Herzlichkeit der Mitarbeiter hinterließ unvergessliche Eindrücke. Und die „Räuber” packten bei ihrem Praktikum tatkräftig mit an. Da wurden Ventile für Tankdeckel produziert oder Gläser verpackt.

„Erst einmal hat man gesehen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne zeigen, wie und wo sie arbeiten. Sie sind stolz auf ihre Arbeit. Und ihre Arbeitsplätze so prominenten Musikern zeigen zu können, war schon etwas Besonders”, erklärte Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe. „Wir sind sehr, sehr erstaunt, was hier alles für die Menschen mit Handicap getan wird, wir finden diese Einrichtung ganz toll. Hier stimmt das Klima in allen Räumen. Die Menschen haben hier eine Aufgabe, und auch wir konnten hier von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei ihrer Arbeit selbst noch einiges lernen”, sagte Schlagzeuger Wolfgang „Wolli” Bachem.

Wiedersehen am 15.Mai:
Am 15.Mai gibt es ein Wiedersehen zwischen den „Räubern” und der Lebenshilfe. Denn an diesem Tag findet um 20 Uhr in der Festhalle in Braunsrath der große Kölsche Abend „Jeck fürn guten Zweck” zugunsten der Lebenshilfe-Stiftung statt. Viele Künstler werden sich bei dieser (bereits ausverkauften) Veranstaltung für Menschen mit Behinderung engagieren, so auch die „Räuber”.

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