QVC will seinen Standort Hückelhoven stärken

Von: disch
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Blick ins Logistikzentrum von QVC in Hückelhoven-Baal. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. „QVC schrumpft den Konzernumsatz 2015 um neun Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis sinkt um drei Prozent auf knapp zwei Milliarden Dollar. Der Shopping-Sender will sich zum E-Commerce-Riesen wandeln.“ Dies meldete jetzt ein Mediendienst unter Berufung auf die weltweiten Zahlen des QVC-Konzerns.

„Wir sind aus einer starken Position heraus in das Jahr 2016 gestartet“, erklärte Mike George, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) von QVC. „Die Ergebnisse des vierten Quartals zeigen die Stabilität unseres Geschäftsmodells, das uns in dem volatilen Umfeld von anderen Handelsunternehmen unterscheidet. 2015 haben wir ein starkes Fundament für unseren langfristigen Erfolg und unsere Marktführerschaft gelegt. Wir haben eine neue globale Struktur entwickelt, um das Beste von QVC weltweit zu nutzen. Wir haben unsere Reichweite ausgebaut und die Fähigkeiten unserer E-Commerce-Plattformen verbessert. Mit dem Start von QVC Frankreich konnten wir unseren siebten Markt erschließen. Wir haben ein breit gefächertes Umsatzwachstum in lokaler Währung erreicht und konnten mit der Aufnahme von Zulily unsere Reichweite auf Millennium-Käufer ausdehnen.“

Die QVC-Gruppe veröffentlicht aber ab sofort – mit Ausnahme des Kernmarktes USA – nicht mehr die Umsatz- und Ergebniszahlen einzelner Ländergesellschaften, also auch nicht mehr für QVC Deutschland. Als Grund dafür wird die Einführung einer neuen globalen Organisationsstruktur genannt, die dabei helfen soll, die Wettbewerbsposition von QVC international weiter zu stärken und Betriebsabläufe effizienter zu gestalten.

Zumindest mit Blick auf das, was die rund 1200 QVC-Mitarbeiter im Logistikzentrum in Hückelhoven-Baal im vergangenen Jahr geleistet haben, gab es am Dienstag auf Anfrage Zahlen: 14,4 Millionen Pakete wurden dort im Jahr 2015 auf den Weg gebracht. Spitzentag war der 2. November mit 110.000 Paketen.

„Wir prüfen kontinuierlich die Struktur und Ausrichtung unseres Unternehmens. So stellen wir sicher, dass wir jederzeit über die notwendigen Ressourcen verfügen, um den Anforderungen an unser Unternehmen gerecht zu werden“, erklärte die QVC-Presse­stelle in Düsseldorf und gab ein ­klares Bekenntnis zum Standort Hückelhoven ab: „Wir investieren auch in diesem Jahr in die Logistik-Infrastruktur unseres Standorts Hückelhoven. Auch in den kommenden Jahren sind weitere Investitionen geplant, um den QVC-Standort Hückelhoven zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Logistik zu steigern.“

Nachdem im Ruhrgebiet (dort steht in Bochum eines der beiden Kundencenter) berichtet worden war, dass bei QVC Deutschland rund 70 Arbeitsplätze wegfallen sollen, war am Dienstag in der Düsseldorfer QVC-Zentrale von „einer frühen Phase unserer Arbeit“ die Rede und von Überprüfungen vor Anpassungen. „Aktuell gehen wir davon aus, dass im Laufe der nächsten zwei Jahre nur ein kleiner Prozentsatz von Stellen durch die Gründung einer Global Business Services Organisation in Polen (Krakau) betroffen sein wird. Wir gehen von 70 Stellen bei QVC in Deutschland aus.

Das sind etwa zwei Prozent der deutschen Belegschaft. Wann immer es möglich sein wird, werden wir betroffene Team-Mitglieder in andere Bereiche unseres Unternehmens unterbringen.“ Auf die Frage, welche Auswirkungen es in Hückelhoven geben werde, lautete die Antwort: „Wir gehen von 70 Stellen bei QVC in Deutschland aus. Wir befinden uns in einer frühen Phase dieses Projektes und haben keine weiteren Details vorliegen.“

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