QVC wächst: Mehr Arbeit in Baal

Von: disch
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Hückelhoven-Baal. Wachstumsprognosen für die Teleshopping-Branche wurden am Mittwoch im Düsseldorfer Medienhafen präsentiert, wo QVC Deutschland sein 15-jähriges Bestehen feierte.

Vor Vertretern aus Handel, Landespolitik und Medien wurde eine von QVC in Auftrag gegebene Studie der Strategieberatung Goldmedia zur Zukunft des Teleshoppings vorgestellt, die für die nächsten fünf Jahre einen Anstieg der Umsatzzahlen in der Branche von rund 1,5 auf 2,0 Milliarden Euro prognostiziert.

QVC hofft nach Angaben von Dr. Ulrich Flatten, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, ­„einen großen Anteil” an diesem Wachstum für sich verbuchen zu können. Zurzeit ist QVC mit einem Marktanteil von 53 Prozent klar die Nr. 1 in Deutschland.

Die Wachstumsprognosen seien sehr positiv Prognosen auch für den Standort Hückelhoven-Baal, sagte Flatten, da bei weiterem Wachstum auch mehr verkaufte Produkte und mehr zu versendende Pakete zu erwarten seien. Dies würde dann wiederum die Einstellung weiterer Mitarbeiter zur Folge haben. In diesem Jahr hat QVC die Zahl seiner Beschäftigten im Distributionszentrum in Baal von rund 1200 noch einmal um weitere 150 erhöht.

Angesichts der Tatsache, dass Wachstum vor allem über neue Kommunikations- und Absatzkanäle zu erreichen sein soll, erklärte Flatten: „QVC befindet sich im strategischen Wandel zum Multimedia-Versandhändler.” Nach wie vor stehe das Fernsehen bei QVC im Zentrum, aber das Unternehmen werde seine Aktivitäten im Onlinebereich, über Hybrid-Fernsehen und mobile Apps unter Hochdruck weiter ausbauen. Schon heute sei QVC auf diesen Verbreitungswegen mit eigenen Angeboten vertreten.

Auch für die Logistik in Baal, wo im Jahr 2010 mehr als 15,5 Millionen Pakete auf die Reise zu den Kunden gegangen sind, bringt dieser Wandel neue Herausforderungen. Zwar werde sich die Aufgabe, Pakete möglichst gut zu packen und möglichst schnell zu versenden, „im Kern nicht verändern”, sagte Flatten.

Doch die Palette der an einem Tag zu verschickenden Artikel werde wesentlich breiter gefächert sein. Beschränkte sie sich früher weitgehend auf das Angebot aus den jeweils aktuell ausgestrahlten Sendungen, so sorgt das Online-Angebot für wesentlich mehr Vielfalt auf den Bestelllisten der Kunden.

Folglich werde die Aufgabe in Baal „noch anspruchsvoller”, so Flatten. Die Ablaufprozesse würden entsprechend angepasst. Und es würden weitere Investitionen getätigt: in einem Umfang von mehr als fünf Millionen Euro.
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